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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Susanne Wäfler – Mitglied im Fokus

23. September 2013 ·

Rundbrief IG WBS, September 2013

Susanne Wäfler
Susanne Wäfler

Ob das Online-Angebot der Kantonsbibliothek Baselland gross oder toll ist – die letzten Mitglieder im Fokus haben einmal das erste und dann das zweite gewünscht – ist natürlich beides relativ. Fakt ist, dass wir Online-Angebote haben: Im Rahmen von www.e-kbl.ch bieten wir über 10’000 Medien zum Download an, haben verschiedene Datenbanken von Munzinger direkt im OPAC integriert und leihen unserer Kundschaft auch E-Book-Reader aus. Letztere sind sehr begehrt, insbesondere während den Ferien. Die Nachfrage nach Munzinger-Artikeln – Downloads sind dank Remote Access auch von zu-hause möglich – liegt noch unter den Erwartungen und muss bei SchülerInnen und Schulen besser be-worben werden.
Nur über diese Angebote zu schreiben, fänd’ ich aber etwas einseitig. Ich sehe mich als Generalistin und weniger als Spezialistin und berichte deshalb gerne über mein breites Aufgabenfeld.

Die ersten bibliothekarischen Gehversuche unternahm ich in der Primarschule, wo ich jeweils am Samstagmorgen voller Stolz die winzige Schulbibliothek von Bennwil/BL betreute.
Während des Studiums – klassische Phil-1er-Kombi Geschichte/Germanistik plus Medienwissenschaft – führte mich ein Studentenjob in die Kantonsbibliothek Baselland, die seit 1999 auch sonntags geöff-net ist und entsprechend Personal suchte. Dass ich Jahre später an gleicher Wirkungsstätte aber in ganz anderer Funktion erneut tätig sein würde, war nicht absehbar.
Nach Studienabschluss suchte ich per Selbstinserat in Swiss-lib erneut einen Praktikumsplatz, um mir optimale Karten bei der Vergabe eines begehrten „WIBI“-Ausbildungplatzes zu sichern. Und siehe da: mehrere Reaktionen folgten! Während eine Schweizer Grossbank sogleich zum Online Assessment lud – Fazit „es besteht Entwicklungspotenzial“ -, lud mich die Bibliothekarin des Schweizerischen Lan-desmuseums sogleich zum lockeren Gespräch nach Zürich, wo wir uns schnell einig wurden.
Ab 2005 absolvierte ich in der UB Basel unter den Fittichen von Elisabeth Oeggerli die Ausbildung zur wissenschaftlichen Bibliothekarin. Die „WIBI“-Zeit und den grossartigen Zürcher Kurs habe ich in bester Erinnerung. Auch dank den interessanten DozentInnen und den tollen MitschülerInnen. Noch immer pflegen wir sporadisch Kontakt und halten uns so gegenseitig auf dem Laufenden – beruflich wie privat.

Seit 2008 bin ich Teamleiterin in der Kantonsbibliothek Baselland und führe ein Team von sieben Mitarbeiterinnen.
Ich habe ganz unterschiedliche Aufgaben und werde immer wieder von neuem gefordert. So bin ich für unser gesamtes Sachmedienangebot verantwortlich, zuständig für Katalogmodul und Fragen zur Katalogisierung (letzteres delegiere ich gern), Mitglied der Geschäftsleitung und in verschiedene Pro-jekte involviert. Da ist z.B. die Generation+ (Zielgruppe SeniorInnen), für die wir spezielle Dienstleis-tungen und Angebote entwickeln. Herausgepickt sei stellvertretend der „Grosselternkoffer“. Das sind mit unterschiedlichen Medien gefüllte Koffer zu bestimmten Themen („Wie funktioniert das?“, „Länder & Zeiten“ etc.), die wir für 1-3-Jährige und 4-6-Jährige Kinder anbieten und während dem Enkel-besuch anregende Stunden ermöglichen können. SeniorInnen mache ich auch gerne im Rahmen einer Führung mit Haus und Angeboten bekannt – kürzlich mit einem munteren Trüpplein ehemaliger ETH-Studenten geschehen, alle mit Jahrgang 1938.

2009 bereicherte die Partnerschaft mit dem Theater Basel mein Wirkungsfeld. Wir sind Vorverkaufs-stelle, bewerben das Programm des Theaters und hatten während zwei Spielzeiten die Veranstaltungs-reihe „Theater persönlich“ im Programm. SchauspielerInnen, RegisseurInnen und DramaturgInnen erzählten einer kleiner Gruppe von Theaterinteressierten bei Antipasti und Wein aus dem Nähkästchen und von den laufenden Produktionen.

2011 erlebte ich die bisher nachhaltigste Veränderung meines Lebens: ich wurde Mama einer entzückenden Tochter! Mein Pensum konnte ich reduzieren und so bin ich drei Tage die Woche in der Bibliothek und rund um die Uhr mit „variablen Präsenzzeiten“ Mama. Beides mit Freude.

Aktuell erarbeitet die Kantonsbibliothek gemeinsam mit Buchhandlungen und Gemeindebibliotheken eine Kampagne zur Förderung von Lesekreisen. Weiter überlegen wir uns, wie wir die Bereiche „Sprache, schreiben, lesen, Literatur“ zum Schwerpunktangebot ausbauen wollen: Wie erreichen wir MigrantInnen? Welchen Service schätzen junge Eltern? Welche Angebote finden Jugendliche „cool“? Für mich ist „cool“, dass ich die Kantonsbibliothek, ihre Angebote und Dienstleistungen mitgestalten kann und neue Ideen gefragt sind.

Die Bibliothek als Treffpunkt ist mir wichtig. Ob junge Väter mittwochs zur Geschichtenstunde kommen, Jugendliche sich Slam Poetry „reinziehen“ oder Nachbarinnen sich sonntags um 11h zur Lesung von Charles Lewinsky verabreden – unser Publikum trifft sich bei uns, informiert sich, tauscht sich aus, trinkt einen Kaffee, lässt sich zerstreuen und lernt neue Menschen kennen. Die Bibliothek als Treffpunkt hat ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft – genauso wie Online-Angebote.

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