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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Sonia Abun-Nasr – Mitglied im Fokus

28. Juni 2022 ·

Einrichtung: Universitätsbibliothek Bern
Funktion:
 Direktorin
Bibliothekarische Ausbildung:
 MAS Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Universität Bern

Wie kamen Sie ins Bibliothekswesen?

Der Zufall hat mich ins Bibliothekswesen geführt. Als ich meine Dissertation schrieb, arbeitete ich nebenher in den Basler Afrika Bibliographien, einer wissenschaftlichen Institution mit einem Fokus auf das südliche Afrika. Hier lernte ich die Grundlagen der Bibliotheksarbeit kennen, wuchs in die Aufgaben hinein und erwarb im Jahr 2008 den MAS in Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Universität Bern.

Auf der Basis der Weiterbildung konnte ich mich beruflich verändern. Ich wurde 2012 Stellvertreterin des Kantonsbibliothekars in St. Gallen und 2013 selbst Kantonsbibliothekarin. Die folgenden Jahre waren intensiv, da ich neben der Leitung der Kantonsbibliothek für bibliothekspolitische Projekte verantwortlich war, so für die Erarbeitung einer kantonalen Bibliotheksstrategie und eines Konzepts für die künftige Kantons- und Stadtbibliothek St. Gallen. Seit Dezember 2021 bin ich Direktorin der Universitätsbibliothek Bern und bin noch dabei, diese grosse Bibliothek mit ihren vielen Facetten kennenzulernen.

Was sind Ihre heutigen Aufgaben?

Als Direktorin trage ich die Verantwortung für die UB Bern in strategischer und betrieblicher Hinsicht. Ich führe nach innen, vertrete die Bibliothek nach aussen und werde in den kommenden Jahren hoffentlich eng mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Institutionen zusammenarbeiten können. Meine allgemeinen Ziele bestehen darin, die UB mit allen Mitarbeitenden in eine digital(er)e Zukunft zu führen und dabei passgenaue Dienstleistungen für unsere Zielgruppen an der Universität anzubieten. Im Alltag schlägt sich das in einer grossen Vielfalt an Aufgaben und Tätigkeiten nieder. Ich beschäftige mich mit strategischen Themen, mit grossen und kleinen Projekten, führe Führungspersonen und bemühe mich um einen Überblick über alle wichtigen Aktivitäten der Bibliothek.

Was ist Ihnen bei der Arbeit besonders wichtig?

Mir ist die Zielorientierung wichtig. Wir sollten an der UB Bern immer die Bedürfnisse unserer Zielgruppen, der Forschenden, Lehrenden und Studierenden, daneben natürlich auch der allgemeinen Öffentlichkeit, im Blick haben. Um das zu erreichen, muss ich selbst in der Bibliothek und im Umfeld der Bibliothek einen guten und offenen Austausch pflegen.

Was ist das einzigartige an Ihrer derzeitigen Arbeitsstelle?

Vielleicht nicht einzigartig, aber besonders sind die Grösse und Vielseitigkeit der UB Bern. Obwohl ich schon seit vier Monaten hier bin, habe ich viele Mitarbeitende noch nicht kennenlernen, viele Räume, Bestände und Dienstleistungen noch nicht entdecken können. Ich freue mich auf weitere Besuche an den verschiedenen Bibliotheksstandorten!

Was darf an Ihrem Arbeitsplatz nie fehlen?

Natürlich brauche ich eine gute Arbeitsausstattung mit allem, was dazu gehört. Freuen tue ich mich, wenn ich einen schönen Ausblick habe. Das ist aber natürlich nicht zwingend.

Was war der beste berufliche Ratschlag, den Sie je bekommen haben?

«Umwege fördern die Ortskenntnis» – so lautete der Kommentar eines Freundes, als ich vor Jahrzehnten die Studienrichtung wechselte. Der Satz hat mich ein Leben lang begleitet. Ich habe ihn mir immer dann in Erinnerung gerufen, wenn ich mich für neue Lebenswege oder berufliche Stationen entschied. Ich bin davon überzeugt, dass es von Vorteil ist, nicht nur an einem Ort zu bleiben, sondern sich von unvorhergesehenen Chancen in unvorhergesehene Richtungen leiten zu lassen.

Was sind Ihre bevorzugten Informationsquellen, um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben?

Ich nutze verschiedene Informationskanäle: Fachzeitschriften und -beiträge (gedruckt und digital), Fachgremien, Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, Konferenzen und Weiterbildungen. Die Vielfalt ist entscheidend.

Gibt es ein Buch, einen Artikel, einen Blogbeitrag, den Sie den Mitgliedern der IG WBS empfehlen möchten?

Das Buch «Kultur der Digitalität» von Felix Stalder finde ich empfehlenswert. Stalder argumentiert nicht durchgängig klar oder konsequent, betrachtet den vielbeschworenen Prozess der Digitalisierung aber in einem umfassenden gesellschaftlichen Kontext. Seine Beschäftigung mit der «Kultur der Digitalität» erinnert daran, mit welchen demokratischen Hoffnungen das Internet in seinen Anfängen verbunden war, mit Vorstellungen von freier, horizontaler Kommunikation. Das sind Ideale, die heute unterzugehen drohen.

Sind Sie in den Sozialen Netzwerken unterwegs?

Hier bin ich ein hoffnungsloser Fall. Mit den Sozialen Medien kann ich nichts anfangen. Beruflich verlasse ich mich auf kompetente Fachleute, die mir sagen, wie wir als Bibliothek die Sozialen Medien angemessen nutzen sollten.

Mitglieder Mitglied im Fokus (Portrait)

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