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„Sie kamen nie in Bremen an…“ – Eindrücke vom 113. Bibliothekskongress in Bremen

8. Juli 2025 ·

Bremen – die Stadt der vier berühmten Stadtmusikanten, die, strenggenommen, nie gemeinsam musizierten und ihr Reiseziel nie erreichten. Ein kleiner literarischer Etikettenschwindel, dem wir erst auf den zweiten Blick auf die Spur kamen. Trotz dieses kleinen Irrtums der Literaturgeschichte haben wir es geschafft – zur 113. BiblioCon, die vom 24. bis 27. Juni 2025 im Congress Centrum Bremen stattfand. Für mich war es gleich eine dreifache Premiere: meine erste BiblioCon, mein erster Kongress überhaupt und zugleich mein erster eigener Vortrag. Entsprechend gross war die Aufregung, als ich frühmorgens gemeinsam mit einigen Kolleg:innen der Zentralbibliothek Zürich Richtung Norden aufbrach.

Nach dem Einchecken im Hotel ging es direkt ins Kongresszentrum. Schwerpunktmässig steuerte ich Vorträge zu Digitalisierung, Digital Humanities und historischen Beständen an. Mein persönliches Highlight: die öffentliche Arbeitssitzung „Aktuelle Themen rund ums Alte Buch“ der dbv-Kommission Altbestände. Der Andrang war so gross, dass noch Stühle hereingetragen werden mussten. Besonders spannend fand ich die Hinweise zur bibliografischen Erfassung von Einblattdrucken des 16. Jahrhunderts sowie den Bericht der Universitätsbibliothek Göttingen über ihr neues Kompetenzzentrum für OCR – ein Modell, das wir an der ZB künftig hoffentlich ebenfalls übernehmen können. Gerade für historische Textkorpora eröffnet KI völlig neue Zugänge: Transkription, Registererstellung, maschinelle Übersetzung. Eine wesentliche Erkenntnis für mich war, dass längere Texte sinnvollerweise segmentiert werden sollten, da jedes LLM nur eine begrenzte Tokengrenze verarbeiten kann.

Das Bremer Wetter bot Kontrastprogramm: schwül, gelegentliche Platzregen, dennoch spürbar kühler als Zürich – und ich natürlich ohne Jacke oder Schirm. Erste Amtshandlung: Shopping für Regenschutz. Die Stimmung liess sich davon nicht trüben. Beim Apéro Suisse am Mittwoch, der Kongressparty am Donnerstag und den spontanen Runden an der Weser ergaben sich unzählige fachliche wie persönliche Gespräche. Schön zu erleben, wie gross, vielfältig und doch vertraut die Bibliothekscommunity ist.

Mit reichlich Inspiration, neuen Kontakten und einem Stapel Notizen im Gepäck trat ich am Freitag die Heimreise an. Herzlichen Dank an alle Referent:innen für ihre spannenden Impulse, an das Organisationsteam für einen reibungslosen Ablauf und an die vielen Kolleg:innen für die inspirierenden Begegnungen. Nächstes Jahr sehen wir uns – hoffentlich trocken und gut vorbereitet – in Berlin.

Sharon Rom, Wissenschaftliche Bibliothekarin, Zentralbibliothek Zürich

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