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Neue Perspektiven und internationales Networking am IFLA-Jahreskongress (13.08.-18.08.2011)

23. August 2011 ·

Gabi Schneider

Vom 13.-18. August fand in San Juan, Puerto Rico der Jahreskongress unseres Weltdachverbands statt, der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA). Ich nahm als Zuständige für internationale Beziehungen im Vorstand BIS daran teil und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Puerto Rico – ein U.S.-Commonwealth in der Karibik – zuerst einmal lokalisieren musste. Nun: das Nützliche lässt sich durchaus mit dem Angenehmen verbinden…!

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Die UNO der Bibliotheken

Ab und zu höre ich, der IFLA-Kongress sei „fachlich nicht so spannend”. Dem halte ich entgegen, dass der Kongress zwar Fachveranstaltungen anbietet, aber in erster Linie eine internationale Kontakt­börse ist. Am Jahreskongress treffen sich die Mitglieder der Sektionen, der diversen Special Interest Groups und Initiativen der IFLA zu einer konzertierten parlamentarischen Veranstaltung. Über die Mitgliedschaft ist man in minimal einer Sektion eingetragen und verfolgt deren Aktivitäten. Auf den Kongress hin erhält man Hinweise und Einladungen für Veranstaltungen, und im Umfeld des Kongres­ses finden so genannte „Satellitenkonferenzen“ der Sektionen statt, die eher Fachcharakter haben.

Die ca. 50 Sektionen der IFLA definieren sich nach Fachrichtungen (z.B. Classification and Indexing, Information Literacy), Institutionen (z.B. National Libraries, Social Science Libraries, School Libra­ries), oder Fachgruppen (z.B. Young Professionals Special Interest Group). Der Bereich Activities & Groups der IFLA-Webseiten vermittelt einen Überblick über die Aktionsbereiche. Echten Nutzen aus dem Jahreskongress zieht man, wenn man schon im Vorfeld diverse Kontakte und Treffen ins Auge fasst und auch an die sozialen Anlässe geht.

Mein Programm in San Juan

Für BIS folgte ich in San Juan primär den Veranstaltungen der Sektion Management of Library Asso­ciations. Weiter kristallisierte sich der Themenbereich Urheberrecht im digitalen Zeitalter rasch als zentral heraus. Aus Sicht von BIS war für mich wichtig zu sehen, wie die IFLA ihr Lobbying verstärkt und in diesem Schlüsselthema einen Platz auf dem internationalen Parkett zu besetzen sucht. Im No­vember soll mit der World Intellectual Property Organization (WIPO) mit Sitz in Genf ein Abkommen über Rechte verhandelt werden, die Bibliotheken im Rahmen der nationalen Urheberrechtsgesetze vorbehalten bleiben müssen, damit sie Aufgaben wie Archivierung, Leihe oder Dokumentenlieferung auch in Zukunft erfüllen können. Der Entwurf zu diesem Abkommen ist auf den Webseiten der IFLA verfügbar (suche nach: „Draft Treaty on Copyright Exceptions and Limitations for Libraries and Archives„).

Tief beeindruckt war ich von der Session des Committee on Freedom of Access to Information and Freedom of Expression (IFLA FAIFE), die mit Beispielen aus erster Hand auf die ethische Relevanz unseres Berufs aufmerksam machte. Nach Möglichkeit besuchte ich auch Fachveranstaltungen der Sektionen Cataloguing sowie Classification and Indexing, weil ich mich beruflich mit den Implika-tionen der neuen Standards und der Informationstechnologie für diese Bereiche auseinandersetze.

Auf diese Fachveranstaltungen verzichtete ich aber jederzeit zugunsten von Gesprächen, die sich spon­tan ergaben. Gelegenheit dazu bot auch der traditionelle Empfang, den das lokale Goethe-Institut für geladene Gäste ausrichtet. Ein wichtiges Instrument ist immer noch die Visitenkarte. Mit den sozialen Anlässen schwand die Sterilität des Kongresszentrums und es kamen Salsa, karibische Nächte und spanisches Temperament zum Vorschein. Der Bekanntschaft mit dem Hurrikan „Irene“, der dem Kongress auf den Fersen folgte, entgingen wir glücklicherweise knapp.

Helsinki 2012: „Libraries now! Inspiring… surprising… empowering“

Ich möchte hier den Blick auch vorwärts richten und für den nächsten IFLA-Kongress werben, der vom 11.-17. August 2012 in Helsinki stattfindet. Hier fünf Gründe, weshalb es sich lohnt, die IFLA-Webseite genauer zu studieren und für 2012 eine Reise nach Finnland ins Auge zu fassen:

  1. Eine internationale Perspektive auf das eigene Fachgebiet gewinnen: Die Teilnehmerschaft aus aller Welt vermittelt nicht nur die üblichen Best-Practice-Beispiele, sondern eröffnet eine globale Perspektive mit durchaus unterschiedlichen Wahrnehmungen, z.B. auch in berufsethischen Fragen.
  2. Am persönlichen Netzwerk knüpfen: Die Bibliotheken der nordischen Länder sind u.a. in Bezug auf gesellschaftliche Abstützung und Kundenorientierung führend. Mit einer hohen Dichte von Kolleginnen und Kollegen aus diesen Ländern ist zu rechnen.
  3. Einen Fachbeitrag platzieren: Dazu rufen die verschiedenen „Calls for Papers“ im Vorfeld auf.
  4. Neue Eindrücke gewinnen: Mit Tallinn (Estland) und St. Petersburg befinden sich neben Helsin­ki/Finnland zwei weitere, spannende (Bibliotheks-) Destinationen in Ausflugsreichweite. Ein reichhaltiges Besuchsprogramm wird Teil des Kongressangebotes sein.
  5. It’s fun!

Gut zu wissen: die BIS-Mitgliedschaft berechtigt zur Registrierung zum Mitgliedertarif!

Engagement & Mitgliedschaft

Aktuell sind 29 Schweizer Institutionen und Personen IFLA-Mitglied. Mit Geneviève Clavel (Natio­nalbibliothek) wird auch ab 2012 wieder ein Schweizer Mitglied im IFLA Governing Board vertreten sein. Will man sich in der IFLA engagieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten: vom Engagement in einer der Sektionen, in denen BIS eingetragen ist, über die institutionelle bis zur persönlichen Mit­gliedschaft, die mit 133 Euro pro Jahr durchaus erschwinglich ist.

Links

Konferenzwebseite San Juan 2011: http://conference.ifla.org/ifla77
Konferenzwebseite Helsinki 2012: http://conference.ifla.org/ifla78 (im Aufbau)
IFLA Activities & Groups:  http://www.ifla.org/en/activities-and-groups
IFLA Mailing-Listen: http://www.ifla.org/en/mailing-lists
IFLA FAIFE auf Facebook: http://www.facebook.com/faife
IFLA New Professionals Special Interest Group auf Facebook: http://www.facebook.com/npsig

Diverses IFLA, WLIC

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