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Neuausrichtung der verbalen Sacherschliessung (RSWK / GND)

23. September 2013 ·

RB 63, September, 2013
Urs Frei

Schon seit längerer Zeit finden im Umfeld der verbalen Sacherschliessung tiefgreifende Veränderungen statt. Die Anforderungen an thematische Recherchen haben sich durch Internet und Suchmaschinentechnologie verändert. Nutzende erwarten Volltextindexierung sowie Rankingverfahren, die relevante Treffer priorisieren (Google-Prinzip). In Resource-Discovery-Systemen bieten voreingestellte Suchfacetten schnelle Recherchewege an.[1]

Auch gibt es neue technische Verfahren für die inhaltliche Erschliessung. Zum Beispiel können bei online verfügbaren Texten durch statistische Verfahren Schlagwörter automatisch vergeben oder Sacherschliessungsdaten durch Clustering an noch nicht erschlossenen Publikationen ergänzt werden.

Darüber hinaus stellt sich das Problem, dass die ständig zunehmende Flut elektronischer Publikationen bei gleichzeitig abnehmenden Ressourcen gar nicht mehr intellektuell erschlossen werden kann.

Das Regelwerk RSWK selber hat durch die Einführung der GND im April 2012 bereits erhebliche Veränderungen erfahren. Viele RSWK-Regeln wurden durch Übergangsregeln ersetzt, da das Datenformat der GND neue Möglichkeiten wie die Vergabe von Relationscodes bietet. Mit der Einführung der RDA für Normdaten nächstes Jahr entfallen ein grosser Teil der RSWK-Regeln zur Erfassung von Individualnamen (Personen, Gebietskörperschaften, Körperschaften, Kongresse).

Bei den Überlegungen zur zukünftigen Ausrichtung der RSWK sind auch die etwas anderen Bedürfnisse von nicht-bibliothekarischen Institutionen wie Archiven zu berücksichtigen, die die GND zunehmend mitbenutzen.

Vor diesem Hintergrund hat die Expertengruppe Sacherschliessung (EG SE) des deutschen Standardisierungsausschusses im Frühling dieses Jahres damit begonnen, sich mit der Neuausrichtung der verbalen Sacherschliessung (RSWK / GND) zu befassen. Grundprinzipien der RSWK wie enges Schlagwort, Schlagwortfolgen und Erschliessungskonsistenz sollen auf ihre Tauglichkeit im modernen Retrieval-Umfeld hin überprüft und gegebenenfalls alternative Konzepte entwickelt werden. Dabei werden drei verschiedene Bereiche als wichtig angesehen:

  • Regeln für die Erfassung der sacherschliessungsspezifischen Entitäten (z. B. Sachbegriffe)
  • Verwendungsregeln von Normdatensätzen in der Sacherschliessung
  • Empfehlungen zu neuen Erschliessungsmethoden (automatische Verfahren; Clustering), aber auch zu Recherche und Anzeige

Beabsichtigt ist eine Gesamtbetrachtung der Inhaltserschliessung, wo verbale und klassifikatorische Erschliessung sowie intellektuelle und automatische Verfahren im Zusammenhang berücksichtigt werden.

Für die nächste Sitzung der EG SE im November ist geplant, sich darüber zu informieren, wie Institutionen ausserhalb des Bibliothekswesens bei der inhaltlichen Erschliessung vorgehen.



[1] Vgl. beispielsweise den Vortrag von Prof. Magnus Pfeffer: „Resource Discovery: Herausforderung und Chance für die Sacherschliessung“ http://de.slideshare.net/MagnusPfeffer/resource-discovery-herausforderung-und-chance-fr-die-sacherschlieung

Wissenschaft und Forschung Erschliessung, Regelwerk

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