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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Marianne Hertner – Mitglied im Fokus

18. Mai 2023 ·

Einrichtung: FHNW (Fachhochschule Nordwestschweiz) Bibliothek Olten
Funktion: Leiterin Bibliothek bis Ende April 2023
Bibliothekarische Ausbildung: BBS Diplom wissenschaftliche Ausrichtung an der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern, heute Bibliothek Münstergasse Bern; Zertifikatskurs Bibliotheksmanagement der Freien Universität Berlin; Verschiedene Weiterbildungen

Wie kamst du ins Bibliothekswesen?

Es tönt sehr nach Klischee, doch ich habe bereits als Kind zuerst die Klassenzimmerbibliothek und danach die Jugendbibliothek Olten «leergelesen». Der unerschöpfliche Zugang zu Geschichte und Wissen und die Möglichkeit zu den literarischen Reisen im Kopf haben mich geprägt.

Nach Abschluss der Kantonsschule interessierte ich mich daher für einen Beruf in der Medienwelt. Nach einem Abstecher in die Verlagsbranche erhielt ich die Gelegenheit, als Volontärin an der damaligen Stadt- und Universitätsbibliothek Bern (STUB) die Ausbildung zur Bibliothekarin BBS zu absolvieren. Rasch wurde mir dabei bewusst, dass auch Bibliothekarinnen und Bibliothekare ihre Lieblingslektüre in der Freizeit lesen.

Kannst Du für uns die Stationen Deiner Karriere kurz skizzieren? 

Meine erste Stelle erhielt ich in der Stadtbibliothek GGG in Basel in der Hauptstelle am Rümelinsplatz und in einer Quartierbibliothek an der Grenze zu Frankreich, die es heute – wie ich bei meiner Recherche zu diesem Interview festgestellt habe – leider nicht mehr gibt. Ich war unter anderem zuständig für die Leseanimationen für Kinder und Jugendliche. Dabei wurde mir unter anderem die Bedeutung der Bibliothek als sozialer Treffpunkt und Lernort bewusst.

Nach einem knappen Jahr bot sich mir die Gelegenheit, die Leitung der Mediothek der Kantonsschule Olten mit 3 Mitarbeiterinnen übernehmen zu können. So konnte ich bereits sehr jung Führungs- und Managementserfahrungen sammeln, was mir in meiner beruflichen Laufbahn immer wieder zugutekam.

Nachdem ich zum zweiten Mal Mutter geworden war und sich dies nicht mit meiner damaligen Stelle vereinbaren liess, kündigte ich und nahm das Angebot des Bildungsdepartements des Kantons Solothurn an, als kantonale Bibliotheksbeauftrage in einem Teilzeitpensum tätig sein zu können. Diese Aufgabe führte mich in viele Gemeinden, wo ich beim Aufbau von Schul- und Gemeindebibliotheken mitwirken konnte. Daneben entwickelte ich Leseförderungsprojekte für die Volksschulstufe – «Lesen bewegt» bleibt mir in besonderer Erinnerung.

Zudem war ich als Dozentin der damaligen SAB-Grundkursen in mehreren Kantonen tätig. Als bereichernd und perfekte Gelegenheiten zur Vernetzung empfand ich mein Mitwirken in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen.

Sehr gerne denke ich auch an meinen durch ein SBD-Stipendium unterstützten Aufenthalt in der Vancouver Public Library und an verschiedenen Schulen sowie an der University of British Columbia zurück, wo ich dem kanadischen Erfolg an der PISA-Studie 2003 im Bereich der Lesekompetenz nachspüren wollte. Wieder zurück in der Schweiz und mit im Gepäck hatte ich die Idee zur Umsetzung des Leseförderungsprojektes «Buchstart» und «Bookstar» – Projekte, die in der Schweiz erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Ein kurzes Gastspiel hatte ich danach an der Zentralbibliothek Solothurn, wo ich die Benutzungsabteilung leitete. Als 2009 die Leitungsstelle an der Bibliothek der FHNW Olten frei wurde, packte ich die Gelegenheit, dies spannende Stelle anzunehmen.

Was waren die Aufgaben Deiner letzten Karrierestation? 

Besuch des thailändischen Botschafters an der FHNW

Eine meiner ersten Aufgaben war, zusammen mit den Architekten und dem Bauherrn Kanton Solothurn unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine möglichst optimale Bibliothek im neuen Campus Olten der FHNW zu gestalten. Ich durfte ein Team von 6 Mitarbeitenden leiten und verantwortete die Ressourcen, den Betrieb und die Weiterentwicklung der Bibliothek. Ich kümmerte mich um die Rahmenbedingungen für einen gut funktionierenden Betrieb, in welchem die Mitarbeitenden teamorientiert und eigenverantwortlich möglichst massgeschneiderte Dienstleistungen für die Hochschulen erbringen und weiterentwickeln konnten. Besonders geschätzt habe ich den Gestaltungsfreiraum und die Unterstützung, auf die ich seitens der Linie erhalten habe.

Wie hat sich unser Beruf in den Jahren Deiner Berufstätigkeit gewandelt? Was ist gleichgeblieben?

Während meiner über 40-jährigen Berufstätigkeit hat sich praktisch die gesamte technische Seite unseres Berufes komplett gewandelt. So haben wir zum Beispiel in der STUB nach preussischer Instruktion auf die Kartenkarten katalogisiert und morgens um sieben Uhr unter den wachsamen Augen des Vizedirektors in die Kästen einsortiert. Aufwändig war auch das Recherchieren und Bibliografieren in den gedruckten Nachschlagewerken im wunderschönen Schultheissensaal – was mir allerdings gefiel.

Geblieben sind die Bedeutung der Dienstleistungsorientierung und die Relevanz der Vermittlung von Informationskompetenz. Die Funktion der Bibliothek als Ort der Begegnung und des Austausches hat an Bedeutung gewonnen.

Was war der beste berufliche Ratschlag, den Du je bekommen hast? 

 Neugierig bleiben, nachfragen und sich gut vernetzen.

Und welchen Ratschlag würdest Du Kolleg:innen geben, die jetzt am Anfang ihrer Karriere stehen? 

 Es ist nicht so meine Art, Ratschläge zu erteilen. Ich erlebe die jungen Kolleg:innen als sehr kompetent – die Ausbildungen haben sich auch komplett gewandelt. Was ich jedoch gerne empfehle, ist die Vernetzung – wie zum Beispiel eine Mitgliedschaft bei der IG WBS! Ausserdem: Schiebt nichts auf, auch wenn ihr dafür einmal die Komfortzone verlassen müsst.

Was waren und sind Deine bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben? 

 Austausch mit Kolleginnen; regelmässig Tages- und Wochenzeitungen lesen, mehrheitlich online; Newsportale und Blogs.

Seit wann bist Du Mitglied der IG WBS? 

So genau weiss ich das leider nicht mehr. Ich schätze seit 2013 oder 2014.

Gibt es ein Buch, einen Artikel, einen Blogbeitrag, den Du den Mitgliedern der IG WBS empfehlen möchtest? 

 Auf die Gefahr hin, dass das alle schon kennen:

Alan Bennet: Die souveräne Leserin, Wagenbach Verlag, 2008.

Eine wunderbare Geschichte über das Lesen und die Wirkung von Literatur.

Bist Du in den Sozialen Netzwerken unterwegs?

Ja gerne, ich bin auf LinkedIn  

Mitglieder Mitglied im Fokus (Portrait)

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