An unserer Veranstaltung im Juni 2016 in Chur ging es ums Publizieren im Bibliothekswesen. Im Nachgang der Diskussion entstand dieser Beitrag.
Wie publizieren?
Die Universitätsbibliothek Mannheim stellt ein Tutorial zum Thema „Wissenschaftliches Publizieren“ zur Verfügung. Inhalte: Wie verfasst man einen wissenschaftlichen Text (Planung und Schreiben)? Welche Möglichkeiten des Publizieren gibt es?
Was ist überhaupt eine wissenschaftliche Publikation, was ist ihre Funktionen und welches sind die Anforderungen an sie? Das sind nur einige der Fragen, die im cms-journal Nr. 32 diskutiert werden.
Open Access
Open Access meint den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information. Die Informationsplattform open-access.net deckt den steigenden Informationsbedarf zum Thema Open Access, bündelt Informationen und bereitet diese für verschiedene Zielgruppen und Szenarien auf.
Die Berliner Erklärung zu Open Access vom 22. Oktober 2003 gilt als wichtiger Meilenstein der Open-Access-Bewegung.
Glossar zu Open Access auf der Website der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
Creative Commons (CC)
Creative Commons ist eine Non-Profit-Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für Urheber zur Freigabe rechtlich geschützter Inhalte anbietet. Ganz konkret bietet CC sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge an, die bei der Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können, um die rechtlichen Bedingungen festzulegen.
Qualität
Ulrich Herb hat sich in seinem Blog scinoptica Gedanken gemacht zu Qualitätssicherung und -messung beim wissenschaftlichen Publizieren.
Wo publizieren?
Open-Access-Zeitschriften im deutschsprachigen Bibliothekswesen
027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur
Universitätsbibliothek Basel, Schweiz
Informationspraxis
Open-Access-Zeitschrift der Fachcommunity aus Bibliothek, Archiv und Informationswesen, Verein Informationspraxis, Luzern, Schweiz
Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis / Sciences de l’information: théorie, méthode et pratique
Entstanden aus dem Weiterbildungsprogramm in Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Universitäten Bern und Lausanne (MAS ALIS), Universitätsbibliothek Bern, Schweiz
LIBREAS. Library Ideas
LIBREAS. Verein, Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation e.V., Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Deutschland
o-bib. Das offene Bibliotheksjournal
VDB – Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V., Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Deutschland
Perspektive Bibliothek
Die Open-Access-Zeitschrift der Münchner Bibliotheksreferendare, Universitätsbibliothek Heidelberg, Deutschland
Präsentation
An den Open-Access-Tagen 2015 in Zürich hielten Karsten Schuldt (LIBREAS), Andreas Ledl (027.7) und Rudolf Mumenthaler (Informationspraxis) einen Vortrag zu Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Bibliotheks- und Informationswissenschaft.
Bloggen
Grundfragen des Wissenschaftsbloggens – Interview mit Klaus Graf von Mareike König (Redaktionsblog des deutschsprachigen Blogportals für die Geisteswissenschaften de.hypotheses.org, 28.1.2016)
Sonderformen
Discourse
Bibliothekarische Fachkommunikation in einer neuen Form.
Hypothes.is
Webtool zum Annotieren von Texten
Akademische Netzwerke
In einem Blogbeitrag der Universitätsbibliothek der TU Berlink geht es um ResearchGate und Co.: Welcher Verlag erlaubt was? Und wie Open Access ist das eigentlich?
Entscheidungshilfe beim Publizieren
Thirty one things to consider when choosing which journal to submit your paper to (Patrick Dunleavy, 2.7.2016)
Wer publiziert?
Open Researcher and Contributor ID (ORCID)
Die ORCID ist ein Code, der der eindeutigen Identifizierung wissenschaftlicher Autoren dienen soll. Mit dieser ID können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch bei Namensgleichheit oder unterschiedlichen Schreibweisen eindeutig mit ihren Forschungsaktivitäten und -ergebnissen verknüpft werden können. Dieses Video der ORCID Initiative erklärt kurz und knapp, worum es geht.
Auf der Website der Open Researcher Contributor Identification Initiative können sich Autorinnen und Autoren für eine ID registrieren.
Todd Vision vom Biology Department der University of North Carolina at Chapel Hill macht in seinem Vortrag deutlich, warum und mit welcher Begründung Bibliothekarinnen und Bibliothekaren Autorinnen und Autoren raten sollten, sich zu registrieren. Die Europäische Kommission, Wissenschaftsorganisationen und der Wissenschaftsrat empfehlen die Nutzung der ORCID (Quelle: Lesewolke). ORCID integriert verschiedene Autorenprofile wie bspw. ResearcherID oder die ScopusID (Quelle: Universität Zürich, Hauptbibliothek).
Wie ORCID und die Gemeinsame Normdatei (GND) miteinander verzahnt werden können, erörterte Sarah Hartmann von der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Bibliothekartag in Leipzig 2016.
Was können Bibliotheken tun?
Wie können Bibliotheken das wissenschaftliche Publizieren unterstützen?
Ein Artikel von Alice Keller von der Zentralbibliothek Zürich in o-bib, das offene Bibliotheksjournal, Bd. 2, Nr. 4 (2015) geht dieser Frage nach.
(Stand August 2016, Update November 2016)
