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Georeferenzierte Applikationen – Pokémon Go als Inspiration

24. August 2016 ·

Das Pokémon-Go-Fieber grassiert – auch in Bibliotheken. Doch nicht alle teilen die Begeisterung. Der Datenschutz ist nur ein Stichwort in der Diskussion.

Viktoria Supersaxo, August 2016

Diskurs – Das Online-Spiel des Sommers hat immer mehr Bibliotheken als Pokéstops eingenommen. Die Frage, ob und wie die Taschenmonster Menschen in die Bibliotheken locken können und ob sie einen Mehrwert für die Bibliotheksbenutzer und Benutzerinnen ergeben, wird im Netz kontrovers diskutiert. Während die einen trotz Datenschutzproblem und Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes sich für Pokémon Go aussprechen, sind andere grundsätzlich dagegen. Einige kritische Gedanken zu Pokémon Go und Bibliotheken hat die Bibliotheksratte zusammengetragen.

Bibliotheken sind Teil der Gesellschaft und dadurch direkt oder indirekt mit neuen gesellschaftlichen Phänomenen verbunden. Bei der Katalogsuche in Worldcat finden sich am 18. August 2016 bereits über 770 Treffer zu Pokémon Go. Es geht also nicht darum, sich dafür oder dagegen auszusprechen, sondern Neuerungen wie Pokémon Go und ähnliches intelligent zu nutzen.

Perspektiven – Bibliotheken möchten verschiedene Altersgruppen mit ihren jeweiligen Interessen durch ihr Medienangebot ansprechen. Vielleicht finden künftige Benutzerinnen und Benutzer tatsächlich über Pokémon Go zum ersten Mal in die Bibliothek, entdecken die Comic-Abteilung oder auch nur die Cafeteria und denken aber bei der nächsten Schulaufgabe doch noch daran, dass es in ihrer Bibliothek auch interessante Medien zum Ausleihen gibt. Warum also sollten Pokémon-Jägerinnen und -jäger in der Bibliothek nicht mit Flyern ausgerüstet werden, auf denen sie die entsprechenden Informationen finden?

Der Mediatalk der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften ZBW in Kiel erklärt, was Pokémon Go ist und wie Bibliotheken den Hype für sich nutzen können:

Aufklären – Datenschutz, Kommerz und Spielsucht sind wichtige Themen. Fast alle Bibliotheken bieten Informationskompetenzschulungen an. Online-Spiele wie Pokémon Go und andere aktuelle Themen aus dem Bereich Social Media könnten unter diesen Gesichtspunkten je nach Publikum mehr oder weniger anspruchsvoll diskutiert werden.

Eine übersichtliche und sachliche Einschätzung über die Risiken von Pokémon Go gibt etwa das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Der Spieleratgeber-NRW der Fachstelle für Jugendmedienkultur Nordrhein-Westfalen hat sich aus pädagogischer Sicht mit dem Thema auseinandergesetzt.

Saferinternet.at gibt einen Überblick zum Spiel, Datenschutz und gibt Handlungsempfehlungen für Lehrer und Eltern.

irights.info hat den Datenschutz bei Pokémon Go unter die Lupe genommen.

Dilemma – Bibliotheken, aber auch jede einzelne Personen befindet sich durch Social-Media-Auftritte bereits im Konflikt, einerseits die eigenen Daten schützen und andererseits an der digitalen Gemeinschaft teilzunehmen zu wollen. Der verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Daten ist in der digitalen Welt eine grosse Herausforderung geworden. Wenn Pokémon Go dazu beiträgt, dass der Spagat zwischen Datenschutz und sozialen digitalen Austausch thematisiert wird, ist es eine gute Sache.

Inspiration – Die Faszination von Pokémon Go besteht mitunter in der erweiterten Realität. Durch GPS-Signale verbindet sich die virtuelle Landkarte im Spiel mit der realen Welt des einzelnen Spielers. Das Staatsarchiv Basel-Stadt zeigt in seinem Blog, wie georeferenzierte Applikationen für Archive und andere interessante Projekte genutzt werden können. Unbedingt weiterlesen und weiterdiskutieren!

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