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Gabi Schneider

19. August 2010 ·

Gabi Schneider


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Gabi Schneider

Seit Sommer 2006 arbeite ich am Institut für Informationswissenschaft der HTW Chur. Das 80%-Pensum lässt mir Freiraum für freiwillige Engagements, berufsbe-zogen wie im Vorstand BIS oder rein privat wie im „Team Frauenstadtrundgang Chur“: im Team graben wir die Biografien von Churerinnen aus und schreiben daraus Spielszenen, mit denen wir unser Publikum in frühere Zeiten zurück führen. Das macht viel Spass und führt mich ab und zu auch als Benutzerin in Archive und Bibliotheken, wo ich mich in historische Quellen vertiefen darf.

Weshalb ich bei der Freizeit beginne? Das „Team“ hat mich wieder mit Bernadette Regli Hemmi zusammengebracht, mit der ich Mitte der 90er Jahre am Berufsbild wissenschaftliche/r Bibliotekar/in textete, nachdem ich an meinem ersten Verbandskongress prompt in die IG WBS „hineingerutscht“ war. Das Thema interessierte mich, denn damals besuchte ich den Vorläufer des heutigen Master-Studiengangs an der Universität Zürich, den „Zürcher Kurs“, und wurde an der Stadt- und Universi-tätsbibliothek Bern zur wissenschaftlichen Bibliothekarin ausgebildet. Bernadette und ich haben seither beide unsere persönlichen Berufsbilder kräftig weiter entwickelt: Bernadette von der Bibliothek im Pestalozzianum in Zürich zur Kunsthandwerkerin mit eigenem Filzatelier in Trübbach, ich von der damaligen StUB über eine Stelle im Informations- und Wissensmanagement in der Privatwirtschaft von Bern über Zürich nach Chur: zur Leiterin der Kantonsbibliothek Graubünden und zur jetzigen Position. Mein Lebensmittelpunkt ist heute Chur, umzingelt von Calanda, Dreibündenstein und Montalin, von wo der Weg weiter in die Berge führt oder in den Süden, doch immer auch wieder ins „Unterland“: für Aufträge und Engagements bin ich häufig unterwegs. Die Schweiz ist für mich ein sehr internationales Land, dessen Vielfalt ich liebe und geniesse.

Das Institut für Informationswissenschaft bildet das Dach über die informationswissenschaftlichen Studiengänge der HTW Chur (Bachelor und Master of Science, Master of Advanced Studies) und die Forschung und Dienstleistung im Fachbereich. Ich bin Lehrbeauftragte für die Fächer „Bestandsmana-gement“ und „Standards und Regelwerke“ im Bachelor-Studiengang, hauptsächlich aber erstelle ich Studien oder leiste Beratung für Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen und beteilige mich an der Forschung. Wir führen unsere Aufträge in unterschiedlichen Konstellationen aus: je nach Thema agiere ich als Projektleiterin oder –mitarbeiterin, mit grösserem oder kleinerem Anteil, und lerne dabei immer von den anderen Teammitgliedern.

Angesichts der rasanten Entwicklung in unserem Fachgebiet ist es ein Vorteil, dass unser Institut Spe-zialistinnen und Spezialisten benachbarter Disziplinen vereinigt. So haben wir inzwischen ein junges, starkes Team, das sich auch mit den technischen Seiten von Information Retrieval, Semantic Web oder Records Management auskennt. Das Miteinander von Bibliothek, Archiv und Informations¬manage-ment zwingt uns auch dazu, zu überlegen, wo wir Synergien erzielen, Schwerpunkte bilden und etwas bewirken können. Dabei sind Partnerschaften mit Betrieben oder anderen Forschungseinrichtun¬gen entscheidend, auch für die Rückkoppelung zur Lehre. Unter diesem Blickwinkel wünsche ich mir län-gerfristige Kooperationen mit Bibliotheken oder mit einem Verbund, die dazu beitragen, den immer noch jungen Bereich Bibliothekswissenschaft an der HTW auf eine nachhaltigere Basis zu stellen. Besonders wichtig fände ich das im Bereich der Metadaten, wo es ein produktives Feld über die Diszi-plin des „Katalogisierens“ hinaus zu bearbeiten und zu besetzen gibt und mehr Ausbildung nötig wäre.

Habe ich zu Beginn meiner Berufszeit den Verband vor allem genutzt, um Kolleginnen und Kollegen kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und das Berufsfeld kennenzulernen, setze ich heute meine Erfahrung für verbandspolitische Ziele ein. Im Vorstand BIS halte ich seit Anfang Jahr die Dossiers IFLA und Arbido. Besonders liegt mir aber ein näher Zusammenrücken der Interessengruppen und Regionen im Verband am Herzen: wir brauchen einen starken Verband, um bei Themen wie der weiteren Professionalisierung und Ausdifferenzierung unseres Berufs, der Rolle von Bibliotheken in den Schulen, in der Wissenschaftskommunikation und in der Gesellschaft, oder der Entwicklung von Urheber- und Nutzerrechten mitreden zu können. Verbandsarbeit lässt sich nicht an einen zentralen Vorstand delegieren. Der neue Schwung, den ich in der IG WBS spüre, freut mich deshalb als Mit-glied der IG und als Vorstandsmitglied BIS. Dass das Berufsbild aus der Mitte der 90er Jahre noch ohne Nachfolger ist oder dass die Webseiten der IG in der Grundstruktur immer noch meinem „ersten Wurf“ von 1998 entsprechen, erfüllt mich nämlich nicht mit Genugtuung: mit Bestimmtheit hat sich vieles verändert, und sicher haben „die Jungen“ neue Ideen? Gerne fordere ich euch auch auf, Kurse im Weiterbildungsprogramm BIS zu platzieren und Themen des wissenschaftlichen Personals vermehrt auf eine nationale Plattform zu bringen.

Vor diesem Hintergrund ist der Workshop zum Thema Informationskompetenz am bevorstehenden BIS-Kongress im Learning Center der EPFL eine ausgezeichnete Initiative. Das Thema knüpft auch an die letztjährige Tagung „Lernende Bibliothek / la biblioteca apprende“ an – einer Kooperation von HTW Chur und BIS mit den Berufsverbänden in Deutschland, Österreich und Italien – derentwegen der nächste „grosse“ BIS-Kongress um ein Jahr verschoben wurde. Vom Italienischen also nun zum Französischen: Lausanne verspricht mit rund 500 Anmeldungen ein Erfolg zu werden. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit vielen Berufskolleginnen und –kollegen.

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