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Datenaustausch statt Katalogisieren

23. September 2013 ·

RB 63, September, 2013
Hans Ulrich Locher

Der Zentralvorstand der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken (SAB/CLP) hat sich 2013 für die Ablösung der eigenen Arbeitstechnik (Teil der AT7) durch den internationalen Standard RDA entschieden.

Bericht Arbeitsgruppe

Grundlage für den Entscheid des Zentralvorstandes war der Schlussbericht der Arbeitsgruppe AT 7/8, der sich mit der Zukunft der Arbeitstechnik befasst hat und über die in SAB Info mehrfach berichtet worden ist. Die SAB nimmt wie vor ihr der BBS (heute BIS) Abschied von einem eigenen Katalogisierungswerk, dessen Aktualisierung kaum mehr zu leisten gewesen wäre. Zum zweiten folgt die SAB dem Trend zur internationalen Standardisierung und bemüht sich, die öffentlichen Bibliotheken der Schweiz auf diesen Schritt vorzubereiten. Drittens erhofft man sich von dieser Entwicklung, dass inskünftig ein Grossteil der Daten durch Übernahmen in den jeweiligen Katalog gelangt und das eigene Katalogisieren praktisch entfällt. Zur nächsten Etappe gehört die Definition eines für öffentliche Bibliotheken sinnvollen Templates; einer Norm zur Anzeige der bibliografischen Daten. Die Softwarehersteller werden darauf hingewiesen, die entsprechenden Programme zu entwickeln und den Transfer von Daten aus den bisherigen Katalogen zu ermöglichen.

Die AT 7/8-Kommission (vlnr): Claudia Kovalik Bibliomedia, Hans Ulrich Locher SAB, Heidi Bühler SBD, Ursula Lüthi Kornhausbibliotheken, Gloria Lötscher Schul- und Gemeindebibliothek Schiers, Jasmin  Leuze Bibliotheksbeauftragte Kanton Aargau, Jeanne Froidevaux Stadtbibliothek Thun, Richard Lehner Stadtbibliothek Rorschach,  Brigitte Brüderlin GGG Stadtbibliothek Basel, Nicole Fall Bibliotheksverband Region Luzern. (Foto: CHR)
Die AT 7/8-Kommission (vlnr): Claudia Kovalik Bibliomedia, Hans Ulrich Locher SAB, Heidi Bühler SBD, Ursula Lüthi Kornhausbibliotheken, Gloria Lötscher Schul- und Gemeindebibliothek Schiers, Jasmin Leuze Bibliotheksbeauftragte Kanton Aargau, Jeanne Froidevaux Stadtbibliothek Thun, Richard Lehner Stadtbibliothek Rorschach, Brigitte Brüderlin GGG Stadtbibliothek Basel, Nicole Fall Bibliotheksverband Region Luzern. (Foto: CHR)

Ein langer Weg

Nicht betroffen von diesem Entscheid sind die übrigen Teile der AT 7: Dezimalklassifikation und Klassieren, Tonträger-Systematik Musik, Stoffkreisbezeichnungen, Gruppeneinteilung Spiele, Signieren, Aufbewahren und Ausrüsten der Medien, Präsentationsformen des Bestandes, Bausteine zur Qua-litätssicherung; diese Bereiche der Arbeitstechnik sollen aktualisiert und weiter gepflegt werden. Noch offen ist, ob sie elektronisch oder gedruckt publiziert werden oder ob sie mit der Publikation «Was ist wo» der SAB zusammengelegt werden. Die Arbeitsgruppe wird sich mit diesen Fragen weiter beschäftigen und sie soll zu Handen des Zentralvorstandes auch Vorschläge für den automatischen Datenaus-tausch machen. Er soll durch das RDA-Regelwerk international vereinfacht werden, wobei dafür verschiedene Geschäftsmodelle existieren, zu denen die Kommission Stellung beziehen wird und allen-falls Empfehlungen abgibt. RDA hat keinen Einfluss auf die Aufstellung, da die Dezimalklassifikation nicht verändert wird, weshalb die verschiedenen bestehenden Präsentationsformen beibehalten werden können.

Herausforderung und Chance

Die Umstellung von AT 7 zur RDA stellt einen Paradigmenwechsel für das Bibliothekswesen dar. Er wird Auswirkungen haben auf die Ausbildung (SAB-Grundkurse, I+D-Fachleute) und dürfte insbesondere auch einen grossen Bedarf an Weiterbildung im Rahmen der Angebote der SAB-Regionalgruppen bewirken. Bis alle Bibliotheken den Schritt vollzogen haben, wird es Jahre dauern. Die Umstellung ist eine Chance, die geforderte Vernetzung in konkrete Taten umzusetzen, und die Kluft zwischen wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken zu verringern. Mit dem Start ist ab 2015 zu rechnen; dann sollten nämlich bereits entsprechende Datensätze operativ zur Verfügung stehen.

Stärkere Integration von öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken

Der Bericht der Arbeitsgruppe entfachte im Zentralvorstand eine Grundsatzdebatte über den Stellen-wert des Katalogisierens, den Datenaustausch, Effizienz, ökonomisches Denken, Vernetzung, Entscheidungskompetenzen und die Hauptaufgaben von Bibliotheken. Der Wechsel von der eigenen Kata-logisierung auf den neuen internationalen Standard RDA wird als grosse Chance gesehen, die öffentlichen Bibliotheken ins Gesamtsystem besser zu integrieren und die Bruchstelle zu den wissenschaftli-chen Bibliotheken zu verkleinern.

Informationen und Grundlagen

Der Zentralvorstand hat den Auftrag der Arbeitsgruppe ergänzt: Sie soll bei der weiteren Arbeit abklären, welche Positionen die SAB/CLP in Bezug auf die folgenden Aspekte vertreten soll: Datenaustausch, Urheberrecht an Katalogdaten/Buchcover, Preismodelle für den Datenaustausch. Zudem soll sie einen Projektplan erstellen und den zeitlichen Ablauf der Umstellung detaillierter planen. Die Ar-beitsgruppe hat sich seit Februar mit diesen Aspekten befasst und dazu auch Gespräche mit RDA-Experten geführt, um diese Grundlagen für die Umstellung zu erarbeiten. Im kommenden Jahr soll dazu eine deutschsprachige Publikation von Heidrun Wiesenmüller erscheinen, die für die Vermittlung der RDA von grosser Bedeutung ist. Daneben plant die SAB/CLP Massnahmen in der Kommunikation sowie der Aus- und Weiterbildung, um den öffentlichen Bibliotheken die nötigen Grundlagen zu vermitteln, dank denen sie über die Umstellung auf RDA beschliessen autonom entscheiden können.

Management und Leitung Erschliessung, Öffentliche Bibliothek, RDA

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