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Bibliotheken ohne Bücher? Eine Debatte – Update

26. Februar 2016 ·

Rafael Ball, Direktor der ETH-Bibliothek, behauptet in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“, Bibliotheken in ihrer heutigen Form brauche es nicht mehr. Diese Aussage und weitere in gleichen Interview lösen in der Bibliothekswelt zum Teil scharfe Reaktionen aus.

Rudolf Mumenthaler, Professor für Bibliothekswissenschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur und Vorstandsmitglied von Bibliothek Information Schweiz BIS, veröffentlicht am 8. Februar 2016, nur einen Tag nach dem NZZ-Interview eine Replik auf seinem Blog. Auch äussert er sich auf Radio SRF 2. Dort mischen sich empörte Hörerinnen und Hörer in die Diskussion ein.

Einige Tage darauf zeichnet Prof. Dr. Michael Hagner, Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich, in der „Neuen Zürcher Zeitung NZZ“ ein Horrorszenario von einer Bibliothek ohne Bücher.

Stephan Holländer, Beauftragter für Weiterbildung des BIS, präsentiert auf Password einen Insider-Blick aus der Schweiz.

Ben Kaden stellt Rafael Balls Äusserungen im LIBREAS-Blog in einen historischen Zusammenhang.

Die öffentlichen Bibliotheken
Die Bibliothekskommission des Kantons Bern veröffentlicht „besorgt über die negativen Konsequenzen, die diese Aussagen für die Schul- und Gemeindebibliotheken haben könnte“ eine Stellungnahme.

Zur Zukunft der öffentlichen Bibliotheken macht sich auch Christoph Deeg nach dem NZZ-Interview seine Gedanken.

Rudolf Mumenthaler fasst nach knapp einer Woche die Debatte in seinem Blog zusammen. Der Text erscheint in der Woche darauf auch als Gastkommentar in der NZZ mit dem Titel „Mehr als nur Bücherspeicher„.

Bibliotheksdirektorinnen und Bibliotheksdirektoren in der „NZZ am Sonntag“
Genau eine Woche nach dem Interview mit Rafael Ball nimmt die „NZZ am Sonntag“ den Faden wieder auf und überlässt Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, und Andreas Degkwitz, Direktor der
Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin, das Wort.

Die Direktorin der Schweizerischen Nationalbibliothek, Marie-Christine Doffey, stellt in einem Leserbrief in der gleichen „NZZ am Sonntag“ klar: Die Klischeebibliothek gibt es nicht. Susanna Bliggensdorfer, Direktorin der Zentralbibliothek Zürich, äussert sich ebenfalls in einem Leserbrief.

Rudolf Mumenthaler trägt daraufhin Fakten zu Bibliotheken und digitaler Wandel zusammen und skizziert ein Forschungsvorhaben – Mitdenken erwünscht!

Auch in der Werktagsausgabe der NZZ wird das Thema weitergezogen unter dem Titel „Verfrühter Abgesang„.

Weitere Kreise
Die Debatte reisst nicht ab. ZHAW-Bibliotheksleiter Wolfgang Giella stellt im Landbote-Frontseiten-Artikel vom 17.2.2016 klar: „Es braucht diese Bibliothek.“

Interessant am Beitrag der Zürichsee-Zeitung ist vor allem das schriftliche Statement von Ulrich Weidmann, Vizepräsident für Personal und Ressourcen der ETH.

Die Raum- und Stadtsoziologin Eva-Christina Edinger betont in ihrem Blogpost die Funktion der Bibliothek als Bildungsraum.

David Marc Hoffmann, Germanist und Leiter des Rudolf-Steiner-Archivs, legt in der BZ Basel dar, warum das Buch nicht vom Aussterben bedroht ist.

Oswald Sigg, ehemaliger Vizekanzler und Bundesratssprecher, betitelt seinen Kommentar in der Aargauer Zeitung mit „Geld und Geist sind gefährdet.“

Die ETH reagiert
Zwei Wochen nach dem Interview mit dem ETH-Bibliotheksdirektor meldet sich sein Vorgesetzter ebenfalls in der „NZZ am Sonntag“ zu Wort: Ulrich Weidmann, Vizepräsident für Personal und Ressourcen der ETH Zürich und als solcher zuständig für die ETH-Bibliothek, versucht die Woche zu glätten, denn die ETH soll ein Hort der Bücher bleiben.

Im Editorial von b.i.t.online 1/2016 schreibt Rafael Ball, dass er inzwischen verstehen könne, dass sein Interview nicht jeden glücklich gemacht habe. Er entschuldigt sich insbesondere bei den öffentlichen Bibliotheken.

Klaus Egli, Direktor der GGG Stadtbibliothek, schreibt in der BZ Basel einen ausführlichen Artikel zur Bibliotheksdebatte.

Klaus Ceynowa und Andreas Degkwitz hatten sich bereits in der NZZ am Sonntag geäussert (siehe oben). Am 17.3.2016 doppelten die beiden im Tagesspiegel nach.

Mehr Reaktionen
Eine umfangreichere Übersicht zu den Beiträgen in der aktuellen Debatte gibt es auf digithek.ch von Christoph Steiner.

(12. Februar 2016, letztmals aktualisiert 21. März 2016)

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