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Aline Frank – Mitglied im Fokus

28. April 2026 ·

Institution: Universitätsbibliothek Bern
Funktion: Fachreferentin für Biologie und Co-Teamleiterin Wissenschaftliche Dienstleistungen im Bibliotheksbereich Medizin und Naturwissenschaften
Bibliothekarische Ausbildung: MAS Bibliotheks- und Informationswissenschaft an Uni / ZB Zürich, Abschluss 2019; davor ein PhD in Waldökologie and der WSL und ETH Zürich

Wie kamst Du ins Bibliothekswesen?

Eigentlich per Zufall. Ich hatte meine Dissertation abgeschlossen und noch eine Anstellung in einem PostDoc-Projekt am Institut für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Gleichzeitig war ich mit meinem Mann gerade von Zürich ins Berner Oberland zurückgezogen. Ich hatte meine PhD-Zeit sehr genossen. Dennoch verspürte ich nicht das Bedürfnis, weiteren wissenschaftlichen Fragestellungen nachzugehen. Darum war für mich klar, dass ich in der Region Bern eine Tätigkeit ausserhalb der aktiven Forschung finden wollte, idealerweise in einem forschungsnahen Umfeld. An der UB Bern suchten sie gerade eine Fachreferentin für Naturwissenschaften. Die Ausschreibung dafür habe ich zwar rückblickend nicht richtig verstanden – ich nahm an, in der Position als Fachreferentin müsste ich dann viele „Referate halten“, klar oder nicht? Aber die beschriebenen Tätigkeiten entsprachen meinen Interessen, die Qualifikationen passten auch – und so bin ich an der UB Bern im Fachreferat gelandet und geblieben.

Was sind Deine heutigen Aufgaben?

Ich führe ein kleines Team bestehend aus meinen Kolleg*innen, die fachspezifische wissenschaftliche Dienstleistungen für die Naturwissenschaften erbringen (Fachreferat) und Kurse für das wissenschaftliche Schreiben entwickeln und durchführen (Scientific Writing). Als Fachreferentin für Biologie bin ich Ansprechpartnerin der UB für die Institute in diesem Fachbereich, halte Schulungen für Studierende und Forschende, unterstütze Veranstaltungen für die Uni und die Öffentlichkeit, mache Projektarbeit, Rechercheberatungen und kümmere mich um den Bestandsaufbau und die inhaltliche Erschliessung in der Biologie.

Was ist Dir bei der Arbeit besonders wichtig?

Der Austausch mit vielen verschiedenen Leuten an der UB und der Uni. Daraus entstehen Verbindungen und gegenseitiges Verständnis. Es entwickeln sich neue Ideen und Probleme können gelöst werden. Wir lernen voneinander und fördern uns gegenseitig. Dazu schöpfe ich viel Motivation aus Neuem und aus Veränderung. Wenn „etwas läuft“ fühle ich mich wohl.

Was darf an Deinem Arbeitsplatz nie fehlen?

Etwas Süsses zum Kaffee oder für zwischendurch. 😉 Meine Wasserflasche. Notizpapier und ein paar Stifte.

Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meine Familie, mein Blumenschnittmesser und eine Hängematte zum Entspannen.

In 50 Jahren: Wie sieht die Bibliothek der Zukunft aus (und welche Rolle spielst Du darin)?

Dann werden Bibliotheken (weiterhin) beliebte Begegnungs- und Lernorte sein. Und ich werde keine Rolle mehr spielen darin. Ausser dass ich hochbetagt in der Bibliothek Kaffee trinke und lese, wer weiss?

Was sind Deine bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben?

Die allerbeste Informationsquelle für mich sind die persönlichen Gespräche, sei es mit Kolleg*innen, Forschenden oder anderen Mitarbeitenden der Uni. Wichtig ist auch die Kommunikationsplattform Teams. Darüber kommuniziert die gesamte UB, aber auch einige Institute haben aktive Teams-Kanäle.

Bist Du in den Sozialen Netzwerken unterwegs? Wo findet man Dich wie?

Ja, ich bin auf Instagram unterwegs. Beruflich ist das eine passive Nutzung, aber ich bin sehr interessiert zu sehen, wie die Kommunikation mit unseren Zielgruppen dort funktioniert. Gerade für Studierende ist Instagram wichtig. Aktiv bin ich auf dieser Plattform für mein Hobby. Ich mache Blumensträusse und -dekorationen. Instagram ist mein öffentliches Fotoarchiv (@braendlisbluemli).

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