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Micha L. Rieser

4. April 2016 ·

Info WBS 6, April 2016
Einrichtung: Schweizerisches Bundesarchiv
Funktion: Wissenschaftliche Mitarbeiter
Ausbildung: Gelernter Elektroniker, diplomierter Informatikingenieur FH, Student MAS BIW Universität Zürich
Micha L. Rieser
Micha L. Rieser

Wie kamen Sie ins Bibliotheks- und Archivwesen?
Zum ersten Mal in Berührung mit dem Archivwesen kam ich im Jahr 2013. Ich arbeitete damals noch Teilzeit im Statistischen Amt der Stadt Zürich, wo ich 2009 zuerst als Softwareentwickler eingestellt wurde und ab 2013 als Mitglied des neuen Open-Data-Teams arbeitete. Ein Teamkollege leitete mir eine Ausschreibung des Schweizerischen Bundesarchivs weiter, das für ein befristetes Engagement einen „Wikipedian in Residence“ suchte.

Da ich in der Wikipedia schon seit 2005 sehr aktiv bin, habe ich mich sofort dafür interessiert und mich schliesslich erfolgreich beworben. War die Arbeit zu Beginn noch vage und bewusst offen definiert, so stellte sich die Rolle des Wikipedian in Residence bald als eine Schnittstellenfunktion zur Community heraus. Zusätzlich beriet ich das Bundesarchiv zu Fragen rund um die Wikipedia.

Nach dem Engagement im Bundesarchiv folgte 2014 ein gleichgelagertes in der Nationalbibliothek und 2015 in der Universitätsbibliothek Basel. Da mir die Arbeit in diesen Instituten sehr gefiel und ich mich auch beruflich neu ausrichten wollte, wurde mir schnell klar, dass ich im Bibliotheks- und Archivwesen meine Zukunft sehe und so begann ich im Herbst 2015 ein MAS-Studium in Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Zürich. Fast gleichzeitig wurde ich vom Bundesarchiv als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt.

Was sind Ihre heutigen Aufgaben?
Ich arbeite in der Abteilung Informationszugang und arbeite dort in diversen Projekten mit. Dabei kommt vor allem mein Informatikwissen, wie auch mein Wissen über die Communities wie Wikipedia oder Open Data zum Zuge.

Aktuell bin ich im Redaktionsteam für ein Informationsportal zur Neat tätig. Dieses soll kurz vor der Eröffnung des Gotthardbasistunnels online gehen. Ebenso anlässlich dieser Tunneleröffnung planen das Bundesarchiv und weitere Gedächtnisinstitutionen im Jahr 2016 ein paar Anlässe im Wikipedia-Bereich. Meine Aufgabe ist es, diese Ereignisse terminlich und inhaltlich aufeinander abzustimmen.

Was ist Ihnen bei der Arbeit besonders wichtig?
Es ist mir wichtig, dass Archive und Bibliotheken auch in der digitalen Zukunft ihre Rolle als Bewahrer und Vermittler von Informationen und Wissen nachkommen können und sich deshalb auf die neue Ausgangslage ideal vorbereiten. Denn die historische Bewahrung eines erheblichen Teils der heutigen und auch der zukünftigen gesellschaftlichen Lebenswelt hängt davon ab: vieles was wir heute im wissenschaftlichen oder kulturellen Bereich tun, findet im digitalen Raum statt.

Dass Archive und Bibliotheken ihre Bestände digitalisieren ist die erste, dass sie es auch über neue Kanäle vermitteln die zweite und dass sie es auch für die nächsten paar hundert Jahre sicherstellen, dass diese dann noch vorhanden und lesbar sind, die dritte grosse Herausforderung. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen mitzuarbeiten, finde ich sehr spannend.

Was ist das Einzigartige an Ihrer derzeitigen Arbeitsstelle?
Momentan einzigartig an meiner Arbeit ist die Doppelrolle, in der ich mich befinde. Ich habe einerseits einen inhaltlichen Bezug zur Archivwelt, andererseits einen technischen Bezug durch meine Ausbildung als Informatikingenieur. Obwohl sich viele Bibliotheken und Archive bewusst sind, dass Informatikkenntnisse immer wichtiger werden, gibt es immer noch wenige Stellen, die diese Mischung auch ins Zentrum stellen. Meistens sind Stellen ausgeschrieben, die entweder einen klassischen Informatiker suchen oder einen wissenschaftlichen Angestellten ohne Informatikbackground.

Es liegt vielleicht daran, dass viele Betriebe die Informatiker nur auf ihre Informatiktätigkeit reduzieren und die Idee haben, dass diese sich erst wohl fühlen, wenn sie anderen ihre IT-Probleme lösen dürfen. Dem ist nicht so. Auch für viele Informatiker ist der inhaltliche Bezug ihrer Arbeit sehr wichtig – bei mir sind das die Archive und Bibliotheken mit ihren interessanten Beständen. Ich persönlich überlasse das konkrete Programmieren lieber anderen.

Was darf an Ihrem Arbeitsplatz nie fehlen?
Ein Computer und Kaffee.

Was sind Ihre bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben?
Um auf dem Laufenden zu bleiben konsultiere ich häufig die Wikipedia und Online-Zeitungen. Um mich gründlich zu informieren und mir Wissen anzueignen, greife ich aber nach wie vor zu anderen digitalen Formen (E-Papers, E-Books, Online-Datenbanken) und auf das gedruckte Buch zurück.

In welchen Sozialen Netzwerken sind Sie unterwegs?
Wenn man „Soziale Netzwerke“ rein digital versteht, dann sind das vor allem Facebook, Twitter und LinkedIn. Wenn man den Begriff noch ein wenig weiter versteht, dann gehören dazu auch Wikipedia, Wikimedia, Geocaching und Bookcrossing. Den letzten vier Dingen schenke ich in meiner Freizeit zurzeit auch die grösste Aufmerksamkeit.

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