Info WBS 2, Oktobr 2014
Catrina Dummermuth (Text)
„Über den Röstigraben hinweg vereint“: nicht nur Deutsch- und Westschweiz wurden am 26. Juni in Yverdon vereint, sondern auch die Fachhochschulbibliotheken mit der IG WBS. Erstmals fand die Mitgliederversammlung der IG WBS kombiniert mit der Jahrestagung der Fachhochschulbibliotheken der KFH statt.
Studieren ohne Papier
Zu Beginn stellten Mark Preller und Stefan Zwahlen vom Fachbereich Wirtschaft der Berner Fachhochschule BFH die Ergebnisse ihrer Studie zu elektronischer Studienliteratur vor. Das Fazit: Bereits ab einer relativ kleinen Menge sind E-Books und E-Reader ökologischer als gedruckte Bücher. Allerdings ist die Akzeptanz elektronischer Studienliteratur bei den Studierenden der BFH noch eher gering.
FH-Bibliotheken in der Schweiz
David Zimmer, Leiter der Bibliothek der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, präsentierte die vorläufigen Ergebnisse seiner Untersuchung zur Situation der Fachhochschulbibliotheken in der Schweiz – er tat dies vorbildlich gemäss dem Motto des Tages halb in deutscher, halb in französischer Sprache. Die FH-Bibliotheken sind in der schweizerischen Bibliothekslandschaft schlecht sichtbar. Die Anzahl Ausleihen und die Zahl der Benutzenden sind im Vergleich mit anderen Hochschulbibliotheken zwar beachtlich, aber das Gesamtvolumen ist nach wie vor bescheiden.
Neue Kräfte im Vorstand der IG WBS
Das schöne Wetter bot während des Stehlunchs im Freien ein willkommenes Einstiegsthema für die gegenseitige Kontaktaufnahme. Danach fanden zwei parallele Veranstaltungen statt. Zum einen wurde über den aktualisierten Ethikkodex des BIS diskutiert.
Zum anderen versammelten sich die Mitglieder der IG WBS. Die wichtigsten Traktanden betrafen die Wechsel im Vorstand. Die wertvolle Arbeit der scheidenden Vorstandsmitglieder Manuela Schneider, Silke Bellanger und Christian Gutknecht wurde von Präsidentin Marianne Ingold gewürdigt und von den anwesenden Mitgliedern mit einem warmen Applaus verdankt. Alexandra Müller und Claudius Lüthi wurden einstimmig neu in den Vorstand gewählt.
Zweisprachigkeit im Praxistest und Vorurteile
Zum Ausklang des Tages sollten die Deutschschweizer und die welschen Bibliothekarinnen und Bibliothekare mittels der Sprachlernmethode „Tandem“ ins Gespräch kommen. Allerdings waren die Deutschsprechenden deutlich in der Überzahl, was aber dem „Amusement“ keinen Abbruch tat.
Der Comedian Carlos Henriquez nahm zu guter Letzt die gegenseitigen Vorurteile der Deutschschweizer und der Romands derart unterhaltsam aufs Korn, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Heimreise ganz beschwingt antraten.
