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IG WBS

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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Kleine Galerie der ehemaligen IG WBS-PräsidentInnen

23. November 2012 ·

Marianne Ingold

Aus Anlass des 20-jährigen Vereinsjubiläums habe ich die drei früheren Präsidenten und die eine frühere Präsidentin des Vereins um ein schriftliches Kurzinterview zu folgenden Fragen gebeten:

  1. Von wann bis wann warst du/waren Sie Präsident der IG WBS?
  2. Was hat dich/Sie dazu bewogen, das Vereinspräsidium anzunehmen?
  3. Was war das Highlight deiner/Ihrer Amtszeit?
  4. Was ist dir/Ihnen in weniger guter Erinnerung geblieben?
  5. Warum bist du/sind Sie als Präsident zurückgetreten?
  6. Was hast du/haben Sie nachher gemacht?
  7. Was wünschst du/wünschen Sie der IG WBS für die Zukunft?

Ganz besonders gefreut hat mich, dass ich – Internet sei Dank! – über einen im Jahr 2005 in der Fachzeitschrift „Der Archivar“ publizierten Artikel den ersten Präsidenten der IG WBS, Franz Grunewald, ausfindig machen konnte, der dann auch prompt auf meine Mail antwortete!

Franz Grunewald, Präsident 1992-1993

Ihre Fragen versetzen mich zurück in eine Zeit, die bei mir inzwischen Ge­schichte ist, weil sich sehr viel geändert hat. Ich gehörte zum zweiten Aus­bildungskurs für wissenschaftliche Bibliothekare in der Schweiz, der von Herbst 1989 bis Juni 1991 dauerte. Mit viel Glück bekam ich als damals in Zürich lebender und mit einer Schweizerin verheirateter Deutscher im Sommer 1989 die Gelegenheit, mich für diesen Kurs anzumelden.

Das bibliothekarische Ausbildungswesen für Akademiker in der Schweiz steckte vor zwanzig Jahren noch sehr in den Kinderschuhen. Am Ende unseres Ausbildungskurses wurden wir um kritische Revision gebeten, und es kam einiges zusammen. Trotzdem hatten wir als Absolventen dieses Kurses den Eindruck, es bewege sich wenig.

Im Verlauf des Jahres 1992 entstand die Idee einer eigenen Sektion im Berufsverband BBS aus der Motivation heraus, die Ausbildung zu stärken, das neue Berufsbild zu formulieren und zu profilieren und damit die neue Berufsgruppe der ausgebildeten wissenschaftlichen Bibliothekare in der berufli­chen Öffentlichkeit zur Geltung zu bringen. Wer letztlich die Idee zur Gründung der IG WBS hatte, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls war es mir ein Anliegen, der neuen Berufsgruppe ein Renommee zu verschaffen und die Bibliothekare aus einem Einzelkämpferdasein heraus zu holen. Im Vergleich zu den Nachbarländern Deutschland und Österreich, deren berufspolitische Situationen wir in der Aus­bildung und in der Anfangszeit unserer beruflichen Tätigkeit wir ja kennen gelernt hatten, hinkte die Schweiz weit hinterher.

Es gab eine erste Sitzung, zu der wir alle Interessenten (Teilnehmer des ersten Kurses, Gastteilnehmer der ersten Kurse usw.), die wir finden konnten, eingeladen haben, auf der ich dann zum Präsidenten gewählt wurde. Die ersten Ausgaben des Rundbriefs geben ja darüber Auskunft.

Ziemlich bald tauchte die Frage auf, ob wir die Mitgliedschaft auf Absolventen der Kurse beschränken wollten (nein, wollten wir nicht) und wie wir Berufskollegen aus der französischen Schweiz gewinnen konnten. Auch juristische Fragen, von denen die Handlungsfreiheit abhing, taten sich auf: Sollte die IG ein Teil des BBS sein oder eine eigenständige Organisation darstellen? Organisation von Mit­gliedsbeiträgen etc..

Ich hatte die Leitung bis ca. November/Dezember 1993 inne und habe sie dann aus privaten Gründen abgegeben. Zu Ende Dezember 1996 habe ich meine Stelle an der ETH-Bibliothek in ZH gekündigt und bin wieder nach Deutschland gezogen. In Dortmund habe ich nach einer Ausbildung zum Gym­nasiallehrer einige Jahre als Berufsschullehrer gearbeitet und vor allem Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI) ausgebildet. Seit sieben Jahren bin ich Gymnasiallehrer an einer Privatschule im Süden von München.

Was ich der IG WBS wünsche? Schwer zu sagen, ich bin nicht mehr in dieser Branche tätig und nicht mehr im Land. Eher schaue ich mit einer gewissen Freude zurück, dass das „Kind“ von damals inzwi­schen 20 Jahre alt ist. Und ich freue mich, dass Sie sich meiner erinnern.

Franz Grunewald

Felix Winter

  1.  Von 1994 bis 1999.
  2. Das ist lange her. Jedenfalls kann ich mich nicht an eine Kampfabstimmung erinnern und nehme daher an, dass es sich aufgrund der Aufgabenteilung innerhalb des sich erneuernden Vorstands so ergeben hat. Somit lautet die Frage eher: „Warum Vorstandsarbeit?“. Engagement für eine Sache gehört für mich im Beruflichen wie Privaten dazu. Als Berufsanfänger waren Fragen der Aus- und Weiterbildung zentral und die aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit naheliegend. Deshalb schätzte ich die inhaltliche Arbeit im Vorstand. Und Organisation – das war die Präsi-dialarbeit vor allem – lag mir und bot mir Gelegenheit, über die eigene Bibliothek hinaus Kontakte zu knüpfen. Letzteres gilt auch für die gemeinsamen Abendessen nach den Vorstandssitzungen, an die ich mich gerne erinnere.
  3. Generell die Zusammenarbeit im Vorstand. Die Diskussionen – gerade um das Berufsbild – waren durchaus kontrovers. Ich lernte, die von unterschiedlichen Gesprächskulturen – von unverblümt direkt bis höflich zurückhaltend – geprägten Voten zu gewichten und abzuschätzen, schliesslich wollten wir etwas erreichen, z.B. unsere Berufsbildbroschüre einmal verwirklicht wissen. Motiviert hat mich auch das lebhafte Interesse – über den Kreis der IG WBS hinaus – und die z.T. hohen Teilnehmerzahlen an den Weiterbildungsveranstaltungen zu damals aktuellen Themen. Aus eher baslerischer Sicht war das wache Interesse der Kolleginnen und -kollegen und das Wohlwollen unseres ehemaligen Vizedirektors Wiss immer wieder ein Aufsteller.
  4. Da mir schöne Erinnerungen lieber sind, blende ich die anderen gerne aus. Und wirklich Negatives? Da muss ich passen. Was ich wegen des Zeitaufwands nicht sehr schätzte, war das Verpacken, Etikettieren etc. rund um den Postversand des Rundbriefs der IG WBS. Zwar hatten 1999 wohl alle Mitglieder Mailadressen, doch layoutmässig war ein elektronischer Versand noch nicht attraktiv.
  5. Ich war Vorstandsmitglied seit der Gründung der IG WBS, also einige Jahre dabei. Frische Ideen und eine neue Mischung im Vorstand boten sich an und somit die Chance für jüngere Mitglieder, sich aktiv einzubringen und zu engagieren.
  6. Weiterhin die Aktivitäten der IG WBS verfolgt, Veranstaltungen und natürlich die zur Tradition gewordenen Apéros nach den Generalversammlungen des BBS resp. BIS besucht, wie z.B. in diesem September am Ufer des Bodensees.
  7. Die IG WBS als Forum zur Meinungsbildung, zum Austausch über Trends und zur Weiterentwick-lung des Bibliotheks- und Informationswesens in der Schweiz aus dem Blickwinkel von Wissen-schaftlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, von Berufseinsteigerinnen und -steigern wie Routiniers. Wir lernen viel an Fachtagungen, jedoch nicht, wie wir das Gehörte im Bibliotheksalltag erfolgreich integrieren und uns dabei gegenseitig unterstützen können.

Elisabeth Oeggerli

  1. Von 1999 bis 2004.

  2. Das normale statutarische Prozedere. Der neu zu konstituierende Vorstand hat besprochen, wie das so mit den Ämtli werden sollte, und am Schluss war ich Präsidentin, ohne eigentlich nicht annehmen zu können oder zu wollen.
  3. Ich bin kein Mensch der Superlative, -ste gibt es bei mir eigentlich nicht. Aber Highlights gab es viele: engagierte Diskussionen (und ab und zu auch Aktionen) alles bibliothekarisch Wichtige betreffend, von Ausbildung über diverse Kompetenzen [!] bis Zusammenarbeit, und lohnende Veranstaltungen aller Art, ausklingend in guten Beizen jeglichen Couleurs.
  4. Wenig. Und das habe ich energisch verdrängt.
  5. Was würde ein(e)Sportler(in) zu diesem Thema sagen? Eben. Man soll aufhören, wenn es noch gut ist und man eigentlich noch gar nicht möchte.
  6. Dasselbe wie vorher und während: gelebt.
  7. Dass sie auch in 20 Jahren noch eine relevante Grösse im Bibliothekswesen ist und ich ihr zum 40. gratulieren kann.

Werner Neuhaus

  1. Herbst 2004 bis Herbst 2009 (Mitgliederversammlung vom 18.8.2004 in Winterthur bis Mitgliederversammlung vom 21.10.2009 in Bern)

  2. Schon mein hauptsächlicher Beweggrund zur Mitgliedschaft bei der IG WBS und dann zur aktiven Vorstandsmitarbeit war die Ermögli¬chung persönlicher Kontakte unter den Bibliothekarinnen und Bibliothekarinnen, und zwar aus Bibliotheken unterschiedlicher Grösse.
  3. Eindeutig der Apéro nach der BIS-Generalversammlung in Fribourg am 26.6.2009 im Café de l’Ancienne Gare de Fribourg. Damals war der BIS-Vorstand praktisch beschlussfähig am IG WBS-Apéro anwesend und im Hintergrund wurden die Fäden für den neuen IG WBS-Vorstand gezogen.
  4. Den berechtigten Anspruch für fachliche Weiterbildung der Mitglieder konnte ich während meiner ganzen Amtszeit nur sehr rudimentär erfüllen.
  5. Angesichts meiner bevorstehenden Pensionierung in der Infothek SBB auf Ende April 2010.
  6. Als Mitglied das Vereinsgeschehen mitverfolgt.
    [Anm. der Red.: vgl. dazu auch die „Erinnerungen eines IG WBS-Präsidenten a. D.“]
  7. Ein weiterhin gutes Gedeihen – und weiterhin genügend aktive Mitglieder, die sich im Verein und auch im Vorstand mit Freude für die Sache der IG WBS einsetzen.

 

Werner Neuhaus

Vorstand Vereinsgeschichte

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