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Irene Eglin

9. Mai 2013 ·

Irene Eglin


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Irene Eglin

Meine Berufslaufbahn beinhaltet in etwa so viele Richtungswechsel, wie auch eines meiner grossen Hobbies, der Orientierungslauf. Jedes Mal wenn man am Start einer neuen Etappe im OL oder im Beruf steht, weiss man noch nicht genau, was auf einen zukommt, und wenn man dann startet, muss man sich möglichst schnell auf die neuen Anforderungen einstellen und diese möglichst effizient aber nicht überhastet angehen, um sie erfolgreich zu bewältigen. Im OL suche ich diese immer wieder neuen Herausforderungen und Richtungswechsel bewusst. Im Beruf waren es eher Zufälle und günstige Gelegenheiten, die mich jeweils in eine neue Richtung lenkten. Und schlussendlich führen die Wege im Sport und im Beruf immer zum Ziel, auch wenn sie nicht geradlinig verlaufen.

Nach der Matura und einem kurzen Abstecher in die Pharmazie bin ich mit einem Mathematikstudium an der ETH gelandet. Dieses Studium hat mir viel Freude bereitet und mich gelehrt, analytisch und strukturiert zu denken. Die praktischen Übungen hatten viel mit ausprobieren, knobeln und sogar mit etwas Kreativität – auf abstraktem Niveau – zu tun. Deshalb war für mich vorerst klar, dass ich eine Dissertation anhängen wollte, obwohl ich bereits wusste, dass ich viel zu stark in der Schweiz verwurzelt bin, als dass eine längerfristige akademische Karriere in Frage kam. Als Assistentin habe ich für verschiedene Vorlesungen den Übungsbetrieb organisiert, selber Übungen gegeben und Prüfungen erstellt und korrigiert. Wenn mir noch Zeit blieb, habe ich an meinem Thema geforscht, und mir immer mehr Gedanken darüber gemacht, was ich eigentlich tue. Als mir klar wurde, dass es mir eigentlich gleichgültig war, ob der Satz den ich beweisen sollte nun stimmte oder nicht, und dass das Resultat – ob positiv oder negativ – auch keinerlei praktische Bedeutung haben würde, war es um meine Motivation geschehen. Eine Alternative musste her.

Da drängte sich eine Erinnerung aus dem Hinterkopf wieder in den Vordergrund. Bereits nach der Matura hatte ich mit dem Gedanken gespielt, Bibliothekarin zu werden. Bald war mir dann klar, dass ich den damaligen „Zürcher Kurs“ besuchen wollte. Da soeben erst ein Kurs begonnen hatte, suchte ich zunächst ein Praktikum, um die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern. An der Bibliothek des Paul Scherrer Institutes erhielt ich diese Gelegenheit und knapp zwei Jahre später durfte ich die Ausbildung an der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern beginnen.

Einige meiner Mathematikerkollegen arbeiteten inzwischen in der Informatik. Ich selber hatte bei meiner Neuorientierung mit diesem Bereich geliebäugelt, glaubte aber nicht, dass meine Kenntnisse dazu ausreichen würden. Als nun in Basel eine Stelle der „wissenschaftlichen Mitarbeiterin IT“ zu besetzen war, bei der auch viel Wert auf Bibliothekskenntnisse gelegt wurde, witterte ich meine Chance. Jetzt bin ich also auf Umwegen in die Bibliotheksinformatik gelangt, und habe das Gefühl – zumindest vorläufig – am Ziel angekommen zu sein. Während beim OL die Zielankunft jeweils sehr schnell wieder die Freude auf den nächsten Wettkampf hervorruft, suche ich bei der Arbeit die Herausforderungen nun innerhalb meiner Beschäftigung.

Im IT-Team der Universitätsbibliothek Basel bin ich vor allem für diejenigen Dinge verantwortlich, die nicht in die klaren abgegrenzten Aufgabengebiete der Kollegen passen. Meine Arbeiten umfassen sehr verschiedene Bereiche. Wird ein neues Tool für bestimmte Arbeiten benötigt, evaluiere ich, welche Software sich für die Bedürfnisse am besten eignet. Danach begleite ich diese Software auf ihrem Lebenszyklus von Installation, Konfiguration (auf die Bedürfnisse zuschneiden), Updates und Fehlerbehebungen. Zu den von mir betreuten Anwendungen gehören zum Beispiel unsere Groupware (eGroupware), das Intranet (TYPO3) oder das Wiki des IDS Basel Bern „babette“ (Mediawiki). Ich bin auch Stellvertreterin des Server- und Netzwerkverantwortlichen. Dieser Teil ist ab und zu für etwas Hektik im Arbeitsalltag verantwortlich, wenn ein Server nicht zugänglich ist, Personen sich nicht anmelden können oder Anwendungen nicht laufen.

Desweiteren bin ich für die internen Schulungen zu oben genannten Programmen zuständig. Nebst der Organisation des Schulungsbetriebs führe ich einen grossen Teil der Schulungen selber durch. Auch das Bibliothekarische ist nicht ganz aus meinem Arbeitsalltag verschwunden. Beim Institutional Repository bin ich für Funktionalitäten und Layout zuständig, und ich betreue die Basler Instanz von SFX.

Besonders durch die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Bibliotheksbereichen sowie im Austausch mit meinen Bürokollegen werde ich immer auf dem Laufenden gehalten, was in der Bibliothekswelt vor sich geht.

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