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«offen.lokal.global» – Die 112. BiblioCon in Hamburg

7. Juli 2024 ·

«Hier muss es doch sein!» – «Aber hier ist niemand. Sind wir vielleicht zu früh?» – «Nein, die Anmeldung ist doch schon ab 8:00 Uhr möglich.» – «Ich sehe nicht einmal eine Fahne oder so etwas!» – «Die Person dort drüben sieht auch etwas verloren aus.» – «Sind wir sicher, dass wir beim CCH sind?» Gerne unterbreche ich an dieser Stelle das Gespräch, das so oder so ähnlich am 4. Juni 2024 irgendwo in Hamburg stattgefunden hat und erkläre, dass sich die drei Personen, die hier sprechen, nicht beim CCH – am Congress Center Hamburg – befunden haben, sondern vor dem Messegebäude. Beide Häuser stehen nahe beieinander, weswegen die Beschilderung etwas verwirrend war, doch nach einem kleinen zusätzliche Fussmarsch erreichten sie ihr Ziel und meine erste BibliCon konnte starten.

Meine erste BiblioCon war insgesamt bereits die 112. Veranstaltung dieser Art, die heuer unter dem Motto «offen.lokal.global» stand. Sie fand im Congress Center Hamburg (CCH) statt, welches 1973 eröffnet wurde und beinahe idyllisch zwischen dem Park «Planten un Blomen» und dem Bahnhof Dammtor liegt. Das CCH gehört zu den grössten Kongresszentren Europas und ist seit der Sanierung, die von 2016 bis 2022 andauerte, komplett barrierefrei. Einen ersten Eindruck des Gebäudes erhält man bereits beim Betreten der weitläufigen und hellen Eingangshalle, von der abgehend unzählige Treppen und Gänge zu den verschiedenen Veranstaltungsorten führen. Durch das Gewusel von über 4’000 Teilnehmer:innen am diesjährigen Kongress erinnerte das Innere des Gebäudes an einen Ameisenbau mit umtriebigen Arbeiter:innen.

Auch wenn sich Hamburg am ersten Tag der BiblioCon noch etwas bedeckt zeigte, durften sich die Teilnehmer:innen in den folgenden Tagen über sonniges Wetter freuen.

Das Programm für das Jahr 2024 war geprägt von einem Thema: der künstlichen Intelligenz. Hierzu gab es unter anderem Veranstaltungen mit klingenden Namen wie «KI, aber wie? – Ein KI-Werkzeugkoffer für die bibliothekarische Beratung», «KI und Erschließung: Hilfe oder Sackgasse?», «Try & Error – KI ausprobieren» oder «KI, Algorithmen und Robots». Ein weiterer Punkt, den die deutschsprachige Bibliothekswelt zu beschäftigen scheint, ist – was wenig überraschend ist – deren Zukunft. Nicht wenige Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Frage, welche Rolle die Bibliothek für die Gesellschaft der Zukunft einnehmen wird, welche Aufgaben Bibliothekar:innen darin übernehmen werden und wie sich in den nächsten Jahren die Strategien und vor allem unser Berufsfeld wandeln wird.

In meinem ersten Jahr an einer BiblioCon wollte ich mich noch nicht auf wenige für mich relevante Themen fokussieren, sondern mich querbeet durch die Breite der angebotenen Themen bewegen. So wanderte ich von strategischen Überlegungen rund um die Bibliothekswelt zur Langzeitarchivierung, vom Bibliotheksbau zu der Sichtbarmachung von Provenienzen und nahm auch an einem Hands-On-Workshop zu neuen Werkzeugen für digitale Editionen teil. Nicht immer konnte ich mich dabei von meiner Neugier leiten lassen, denn nicht selten waren die Vortragsräume schon frühzeitig komplett gefüllt. In diesem Situationen entschied ich mich dafür, eine andere Veranstaltung zu besuchen und nicht auf den auch dieses Jahr wieder angebotene Stream zurückzugreifen.  

Es ist Teil einer jeden Konferenz, eines jeden Zusammenkommens von Personen, die einen gemeinsamen Beruf und ein gemeinsames Interesse teilen, doch trotzdem möchte ich an dieser Stelle die vielen wertvollen und schönen Begegnungen mit lieben Kolleg:innen im Rahmen der diesjährigen BiblioCon erwähnen – sei dies beim Apéro Suisse, bei der Kongressparty oder einfach so beim gemeinsamen Kaffeetrinken oder beim Spaziergang durch die Gänge des CCH. Neue Erfahrungen und unbekannte Ideen zu sammeln, ist wunderbar und wertvoll, aber was wäre das alles ohne Menschen, mit denen man gemeinsam über das Gehörte reflektieren, Gedanken austauschen und manchmal auch einfach seinen Missmut über Kontroverses ausdrücken kann.

Auch in der Ausstellungshalle herrschte ein buntes Gewusel. – Rund 4’000 Kolleg:innen trafen sich anlässlich der 112. BiblioCon in Hamburg.

Alle die beschriebenen Vorträge und Präsentationen, die Workshops und die Gespräche hatten vom 4. bis 7. Juni 2024 im Congress Center Hamburg ihren Platz. Ich bin glücklich und dankbar, zu den mehr als 4’000 Kolleg:innen zu gehören, die dieses Jahr nach Hamburg fahren durften, das sich zu dieser Zeit anders als in der Schweiz von seiner sonnigen Seite gezeigt hat. Natürlich war neben dem Kongress auch noch Zeit für gutes Essen, Kunst und  – für mich besonders wichtig – Musik. So konnte ich am Dienstag einem Konzert der Berlin Academy of American Music in der Elbphilharmonie beiwohnen.

Ich möchte mich bei den Referent:innen für die spannenden Inputs, bei den Organisator:innen für den wertvollen Anlass und bei den Kolleg:innen für die schönen Gespräche bedanken. Auf dass wir uns in einem Jahr in Bremen wiedersehen!

Autorin

Tamara Ackermann, Wissenschaftliche Bibliothekarin, Universitätsbibliothek Basel

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