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Andres Betschart – Mitglied im Fokus

15. Dezember 2023 ·

Einrichtung: Winterthurer Bibliotheken, Sammlung Winterthur (sammlung.winterthur.ch)
Funktion: Leitung
Bibliothekarische Ausbildung: MAS Bibliotheks- und Informationswissenschaft, UZH (Abschluss 2013)

Wie kamst Du ins Bibliothekswesen?

Nach dem Geschichtsstudium arbeitete ich zunächst als Verlagslektor, darauf in der Öffentlichkeitsarbeit einer national tätigen Institution, und dann machte ich mich als Historiker, Publizist, Redaktor und Lektor für einige Jahre selbständig. Im Rahmen eines zweijährigen Projekts rutschte ich in die Sammlungen der Winterthurer Bibliotheken und übernahm dann – nach anfänglichem Zögern – die frei gewordene Leitungsstelle. Das ist nun mehr als zwölf Jahre her …

Was sind Deine heutigen Aufgaben?

Wir sammeln aktiv Medien und Dokumente aller Art mit Bezug zum kulturellen Leben Winterthurs im weitesten Sinn und machen viel Vermittlungsarbeit. Physisches Zentrum unserer Arbeit ist unsere Boutique-Bibliothek mitten in der Winterthurer Altstadt, direkt neben der Stadtbibliothek. Neben der Leitung des fünfköpfigen Teams und der Mitarbeit in der Geschäftsleitung der Winterthurer Bibliotheken bin ich wie alle meine Mitarbeiter*innen auch im Deskdienst der Sammlung Winterthur eingeteilt, organisiere Projekte, führe Veranstaltungen durch und bin für einzelne Spezialgebiete der Sammlungen zuständig.

Was ist Dir bei der Arbeit besonders wichtig?

Wir sind als kleine Spezialbibliothek mit einem einmaligen Sammlungsbestand Teil der öffentlichen Winterthurer Bibliotheken. Damit bewegen wir uns in zwei Welten, je nach Thema mal mehr hier, mal mehr dort. Mein Ziel ist es, unseren Spezialitätenladen mit dem offenen Geist der öffentlichen Bibliotheken zu betreiben und möglichst nahe bei der Winterthurer Bevölkerung zu sein. Dazu gehört auch die Vernetzung mit Winterthurer Vereinen, Museen, Institutionen und Kulturschaffenden.

Und dann gibt es natürlich auch Dinge im Alltag, die mich antreiben: die gute Zusammenarbeit im Team, der direkte Kontakt mit unseren vielfältigen Kund*innen, das Bestreben, gute Dienstleistungen zu erbringen.

Was ist das Einzigartige an Deiner derzeitigen Arbeitsstelle?

Neben dem erwähnten Grenzgang, der Arbeit im Team und der Breite meines Arbeitsgebiets ist es die Vielfalt unseres Sammlungsbestands: Er reicht von Weltkulturgut wie Musikautographen von Mozart und Igor Strawinsky und Briefwechseln etwa Hermann Hesses mit seinem Winterthurer Mäzen Georg Reinhart bis hin zu Schulreiseberichten von Primarklassen der 1940er-Jahre. Wir bauen eine Fotosammlung zu Winterthur auf, von der zurzeit gegen 75’000 Aufnahmen im Online-Bildarchiv greifbar sind (bildarchiv.winterthur.ch), und betreiben ein Online-Lexikon zur Stadt (winterthur-glossar.ch). Unsere Winterthur-Bibliothek ist ein Treffpunkt für alle, die sich mit Geschichte und Stadtkultur befassen. Und wir betreuen auch den Altbestand der Winterthurer Bibliotheken mit Handschriften und Drucken des 15. bis 19. Jahrhunderts. Highlights meiner Arbeit sind für mich Führungen, in denen ich die Begeisterung für unsere Bestände weitergeben kann.

Was darf an Deinem Arbeitsplatz nie fehlen?

Migros-Spitzbuben im Neunerpack: Energieschub, Genussmittel und manchmal auch Frustverdränger.

Was war der beste berufliche Ratschlag, den Du je bekommen hast?

Machen!

Was sind Deine bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben?

Ich schätze besonders den Austausch mit Kolleg*innen national und international. Siehe da, alle nagen an den gleichen Problemen herum. Und dann verfolge ich immer wieder mal die Blogs der Grossen im Business, der Bibliotheken und Verbände und auch der Denker wie etwa des Amerikaners R. David Lankes (davidlankes.org).

Gibt es ein Buch, einen Artikel, einen Blogbeitrag, den Du den Mitgliedern der IG WBS empfehlen möchtest?

Der holländische Bibliotheksentwickler Rob Bruijnzeels hat die Winterthurer Bibliotheken in den vergangenen Jahren stark geprägt. Sein Buch «Bibliotheken 2040» ist zwar schon 20 Jahre alt, aber immer noch eine Inspirationsquelle. Mit seinem «Ministerium für Fantasie» hat er in den letzten Jahren mehrere spannende öffentliche Bibliotheken realisiert und dazu 2021 auch das Buch «Imagination und Participation» veröffentlicht (bruijnzeels.nl).

Bist Du in den Sozialen Netzwerken unterwegs?

Ich bin ein Social-Media-Muffel. Aber ich habe eine – ziemlich unbibliothekarische – Website, demnächst auch mit Blog: buerobetschart.ch.

Mitglieder Mitglied im Fokus (Portrait)

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