Es ist ein witziger Zufall, dass an unserer Jubiläums-Mitgliederbefragung mit 78 Mitgliedern genau gleich viele Leute teilgenommen haben wie in an der Befragung anlässlich des 20-jährigen Geburtstages der IG WBS. Tatsächlich hat sich auch das «typische» IG-WBS-Mitglied, das Silke Bellanger damals in ihrem Bericht «Wer sind die Mitglieder der IG WBS» beschrieb, im Vergleich zu heute nicht sonderlich verändert, wie sich gleich zeigen wird. Auf einen Unterschied darf aber mit etwas Stolz hingewiesen werden: In der letzten Dekade ist unsere Mitgliederzahl von 188 auf 255 (Stand: Ende Dezember 2022) angestiegen.
Natürlich sind 78 Teilnehmende – und damit nur rund ein Drittel sämtlicher Vereinsmitglieder – nicht sonderlich repräsentativ. Der Unterhaltung dienen die angestellten Beobachtungen aber allemal. Beobachten wir also:
Das «typische» Mitglied der IG WBS im Jubiläumsjahr ist eine Frau (Abb. 1) im Alter zwischen 40 und 49 Jahren (Abb. 2). Irgendwann in den letzten 5 Jahren – vielleicht auch in den letzten 10 Jahren – ist sie der IG WBS beigetreten (Abb 3.). Hier trifft sie auf mindestens zwei Kolleg:innen, die schon seit der Gründung unseres Vereins im Jahr 1992 Mitglied sind. Zu diesem Zeitpunkt besuchte sie selbst vielleicht gerade mal die 4. Klasse. Oder sie machte gerade die Matura und fasste den Entschluss, eine Geisteswissenschaft zu studieren, wobei sie allerdings auch mit den Sozialwissenschaften liebäugelte (Abb. 4). Vielleicht gehört sie heute sogar zu den rund 18 Prozent unserer Vereinskolleg:Innen, die ihr Studium mit einer Promotion abschlossen (Abb. 5). Nach ihrem Studium absolvierte sie den Wi-Bi-Kurs oder erlangte einen MAS in Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Abb. 6). Wie viele ihre Vereinskolleg:innen arbeitet sie nun an einer Universitätsbibliothek (Abb. 7) im Bereich «Wissenschaft & Forschung» oder sie hat eine Leitungsfunktion inne (Abb. 8).
Aber natürlich sind das nur nugae und gedankliche Spielereien. Denn die IG WBS lebt ja gerade von ihren reichfacettierten Mitgliedern sowie deren unterschiedlichen Werdegängen und den bunt gefächerten Aufgaben. Es ist diese Vielfalt, die bei jedem Treffen immer wieder aufs Neue erfrischend in Erscheinung tritt und zu begeistern vermag. In diesem Sinne: Das «typische» Mitglied gibt es nicht, es lebe die Vielfalt!








