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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Ein guter Rat, oder: Wie unsere Mitglieder ihren Weg finden

28. Juni 2022 ·

Wir kennen ihn alle. Wir haben ihn alle schon einmal erteilt oder ihn – gefragt oder ungefragt – erhalten. Manchmal ist er tatsächlich gut, manchmal leider nur gut gemeint. Bisweilen ist er sprichwörtlich teuer oder kommt, wieder sprichwörtlich, mit der Zeit.

Gemeint ist der gute Ratschlag. Prägnant und mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit begegnet er uns in der Form der Sentenz, wie etwa beim Horaz’schen Carpe diem. Weitaus nützlicher (und weniger klischeehaft) ist er natürlich, wenn er ausführlicher und auf unsere konkrete Lebenslage abgestimmt ist.

Als ich vor einigen Jahren begann, mich ernsthaft mit dem Berufsbild des wissenschaftlichen Bibliothekars auseinanderzusetzten, erhielt ich zwei sich erstaunlich gut ergänzende Ratschläge. Erstens: «Suche dir Leute aus der Branche, triff dich mit ihnen zum Kaffee und profitiere von ihren Erfahrungen.» Und zweitens: «Kennst du die IG WBS? Die machen noch gute Sachen. Geh da mal hin und lerne die Leute kennen.» Es erübrigt sich anzumerken, dass ich beide Ratschläge mit Gewinn befolgt habe. Schnell durfte ich feststellen, dass der Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen einen Fundus an Erfahrungen, Anekdoten und Ratschlägen bereithielt.

Diesen kollegialen Austausch zu fördern, hat sich unser Verein auf die Fahnen geschrieben. Allseits beliebt sind die regelmässig stattfindenden, thematischen Veranstaltungen. Die anschliessenden Apéros bieten den idealen Raum zur Vernetzung in geselliger Atmosphäre. Freilich: Bei mittlerweile fast 250 Mitgliedern ist es natürlich unwahrscheinlich, dass man mit allen einmal persönlich das Glas erhebt. Aber es gibt ja auch noch andere Wege, Vereinskolleginnen und –kollegen kennenzulernen: In jeder Ausgabe unseres Vereinsblatts Info WBS stellt sich ein Mitglied unseren Fragen und berichtet von seinem/ihrem Werdegang, seiner/ihrer Arbeit und seinen/ihren Erfahrungen. In den letzten zwölf Jahren ist die entsprechende Rubrik auf unserer Webseite Mitglied im Fokus (im internen Bereich) auf beachtliche 34 Portraits angewachsen. Diese Portraits sind gewiss immer nur eine Momentaufnahme und für viele der vorgestellten Mitglieder hat sich die berufliche Situation in der Zwischenzeit verändert. Rückblickend diese Entwicklungen beobachten zu können hat aber auch seinen eigenen Reiz. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich also allemal.

Wer die Veröffentlichung der Portraits regelmässig verfolgt oder gar selbst einmal in den Fokus gerückt worden ist, kennt natürlich die Frage nach dem besten beruflichen Ratschlag, den die Mitglieder jemals erhalten haben. Hier ist – ganz im Sinne des Sprichworts – mit der Zeit allerhand Nützliches und Erbauliches zusammengekommen. Einige der Antworten haben wir zusammengestellt. Guter Rat muss eben nicht teuer sein.


Was war der beste berufliche Ratschlag, den Du je bekommen hast?

«Umwege fördern die Ortskenntnis» – so lautete der Kommentar eines Freundes, als ich vor Jahrzehnten die Studienrichtung wechselte. Der Satz hat mich ein Leben lang begleitet. Ich habe ihn mir immer dann in Erinnerung gerufen, wenn ich mich für neue Lebenswege oder berufliche Stationen entschied. Ich bin davon überzeugt, dass es von Vorteil ist, nicht nur an einem Ort zu bleiben, sondern sich von unvorhergesehenen Chancen in unvorhergesehene Richtungen leiten zu lassen.
Sonia Abun-Nasr

Ein Dozent in Chur riet uns ziemlich am Anfang des Studiums: «Seien Sie eklektizistisch!» Gemeint war damit, dass man das Rad nicht immer neu erfinden muss, sondern bei den anderen schauen, wie sie was machen, und dann die positiven Elemente übernehmen soll. Diesen Ratschlag befolge ich so oft wie möglich und mit gutem Gewissen.
Sybille Brügger

Der beste Ratschlag kam von einer Kollegin aus dem Kader, die mir zu Beginn meiner Anstellung als Fachstellen-Leiterin geraten hat, gleichzeitig zur Jahresplanung auch eine Verzichtsplanung aufzusetzen. Hier wird quasi die Erkenntnis, dass ich aus Ressourcengründen nicht alles (auf einmal) machen kann, materialisiert – und sie erinnert mich immer wieder an die vielen guten Ideen, die mir auf meinem beruflichen Weg begegnet sind und begegnen.
Gesche Gerdes

Suche nicht den geradesten Weg. Früher hat es mich belastet, dass ich nicht wusste, wie und wohin ich mich beruflich entwickeln wollte. Im Nachhinein bin froh über die Schlenker, die ich gemacht habe und dass ich «unproduktive» Zeiten hatte. Dadurch dass ich meinen Weg erst finden musste, bin ich mir jetzt recht sicher, dass der eingeschlagene ein guter ist. Und weil ich auch in zweifelnden Phasen immer Unterstützung hatte, konnte ich so etwas machen. Ich sehe bei Bewerbungen oft, dass Personen mit einem vielfältigen Lebenslauf ganz spannende Fähigkeiten mitbringen. Deshalb glaube ich, dass es bereichernd ist, verschiedene Berufswege auszuprobieren und auch Dinge zu versuchen, die nicht zu einer lebenslangen Karriere in einem Bereich führen.
Felix Hüppi

Es bleibt nichts, wie es ist. Wer in einer Gedächtnisinstitution tätig ist, bewegt sich in einem dynamischen Umfeld. Sich mit Veränderungen und neuen Entwicklungen auseinanderzusetzen, ist zentral.
Susanne Hofacker

Einer meiner ehemaligen Professoren an der HTW Chur meinte am Ende unseres Studiums zu uns Studierenden, dass wir nun mit einem prallen Rucksack an Wissen in die Welt hinausgehen würden. Gleichzeitig machte er uns aber deutlich, dass berufliche Tätigkeit allein nicht ausreichen würde, um diesen Rucksack gefüllt zu halten. Nur durch kontinuierliche Weiterbildung, nur durch lebenslanges Lernen könnten wir unseren beruflichen Alltag auch weiterhin mit vollem Rucksack meistern. Dieses Bild des Rucksacks hat sich bei mir sehr stark eingeprägt und mich zusätzlich für die Wichtigkeit von Weiterbildung sensibilisiert.
Claudia Lienhard

Vor einer wichtigen Entscheidung nochmals eine Nacht oder auch zwei Nächte darüber zu schlafen.
Gabriela Lüthi-Esposito

«Auch wenn es viele Unbekannte gibt: Sei mutig, bewirb dich!», forderte mich eine Kollegin auf, als ich zögerte, mich auf eine attraktive, anforderungsreiche Stelle zu bewerben. Ich habe es nie bereut, diesen Rat befolgt zu haben. Es war im Gegenteil eine schöne Erfahrung, an grossen Aufgaben wachsen zu dürfen.
Matthias Nepfer

Nicht nur an den Schwächen zu arbeiten, sondern auch die Stärken weiter zu definieren.
Sumanghalyah Suntharam

Urs Müller, Vorstandsmitglied IG WBS

Mitglieder Mitglied im Fokus (Portrait)

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