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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Urs Müller – Mitglied im Fokus

1. Oktober 2019 ·

Einrichtung: Universität Zürich, Seminar für Griechische und Lateinische Philologie
Funktion:
Bibliotheksassistent
Bibliothekarische Ausbildung:
MAS Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Universität Zürich (Studiengang 2019-2021)

Wie kamst Du ins Bibliothekswesen?

Wie bei vielen hatte Fortuna ihre Finger im Spiel. Während meines Studiums in Griechischer und Lateinischer Philologie arbeitete eine Kommilitonin im DigiCenter der ETH-Bibliothek für die Projekte retro.seals (heute E-Periodica) und e-rara. Es traf sich, dass sie gerade zu dem Zeitpunkt, als ich von meinem Erasmus-Jahr nach Zürich zurückkehrte, ihre Stelle aufgab, um sich ihrer Forschung zu widmen. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und bewarb mich bei der damaligen Leiterin des DigiCenters. Und tatsächlich erschloss ich kurz darauf und in den darauffolgenden Jahren für e-rara Strukturdaten von digitalisierten alten und seltenen Drucken.

Gegen Ende meines Studiums ergab sich sodann die Möglichkeit, einige Zeit im Staatsarchiv des Kantons Zürich am Digitalisierungsprojekt «Kantonsratsprotokolle und Regierungsratsbeschlüsse» mitzuarbeiten. Als es anschliessend in die heisse Phase der Lizenziatsprüfungen ging, fügte es wieder der Zufall, dass am Seminar für Griechische und Lateinische Philologie der UZH die Stelle des Bibliotheksassistenten für die Institutsbibliothek frei wurde. Als Licentiatus konnte ich diese dann antreten.

Was sind Deine aktuellen Aufgaben?

Hauptsächlich bin ich mit den fachbezogenen bibliothekarischen Aufgaben betraut. Einen grossen Teil meiner Arbeit nimmt daher der Bestandsaufbau für Griechische und Lateinische Philologie ein. Daneben nehme ich – zusammen mit der leitenden Bibliothekarin – verschiedenste weitere Aufgaben wahr, etwa in der Ausleihe, Unterstützung bei Recherchefragen, Einführungen in die Bibliotheksbenutzung sowie die Durchführung und Nachbearbeitung der Bibliotheksrevision. Eine organisatorische und logistische Herausforderung war die Zusammenlegung der Seminare für Klassische und Mittellateinische Philologie und die damit verbundene räumliche Zusammenführung der beiden Bibliotheken.

Kaiser Caracalla
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Caracalla

Was darf an Deinem Arbeitsplatz nie fehlen?

Der römische Kaiser Caracalla und sein strafender Blick. Wenn ich bei der Arbeit mit meinen Gedanken abschweife, mahnt er mich in Form einer kleinen Büste, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Weshalb hast Du Dich für den Weiterbildungsstudiengang in Zürich
entschieden?

Als ich meine Stelle an der UZH antrat, bot sich die Gelegenheit, in der ZB Zürich den «Basiskurs Hochschulbibliotheken» zu besuchen. Dadurch erhielt ich einen knackigen Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche von wissenschaftlichen Bibliotheken. Darauf absolvierte ich zunächst einige kleinere Weiterbildungen, um meine bibliothekarischen Fähigkeiten zu erweitern. Vor etwa einem Jahr beschloss ich aber, Nägel mit Köpfen zu machen und fing an, mich über die verschiedenen berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengänge zu informieren. Neben den Studiengangbeschreibungen der jeweiligen Bildungsinstitutionen waren besonders die persönlichen Gespräche mit Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge – viele von ihnen habe ich über die IG WBS kennengelernt – aufschlussreich.

Schlussendlich haben mehrere Gründe mich dazu bewogen, mich für den MAS in Zürich zu bewerben: Erstens fand ich die Modulbeschreibungen sowie die Fokussierung der Lerninhalte auf wissenschaftliche Bibliotheken überzeugend. Zweitens erschien die Aussicht, mit Mitstudierenden und Dozierenden aus verschiedenen Institutionen der ganzen Schweiz in Kontakt zu kommen, reizvoll. Schliesslich spielte auch mein persönliches Interesse am Bibliotheksraum Zürich, in dem sich momentan ja einiges tut, eine Rolle.

Im August dieses Jahres sind meine Mitstudierenden und ich in den MAS-Studiengang 2019-2021 gestartet. Den Modulen «Grundlagen Informationsmanagement» und «Datenmanagement und Digitalisierung» blicke ich mit besonderem Interesse entgegen.

Was sind Deine bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben?

Bedingt durch den Studienbeginn ist meine momentan bevorzugte Informationsquelle der persönliche Austausch mit meinen Mitstudierenden. Über sie erhalte ich einen Einblick in grössere und kleinere Bibliotheken und Archive in der Schweiz, was ich als sehr bereichernd empfinde. Überhaupt ist das persönliche Gespräch bei einem Kaffee mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Institutionen nicht zu unterschätzen.

Daneben nutze ich auch digitale Informationskanäle: Über die Twitter-Accounts von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren sowie von verschieden Institutionen stösst man auf allerhand Interessantes, mithin auch auf Unbekanntes. Gezielte institutions- und projektbezogene Informationen erhalte ich über die internen Blogs bzw. Communitys von UZH Connect.

Gibt es ein Buch, einen Artikel, einen Blogbeitrag, den Du den Mitgliedern der IG WBS empfehlen möchtest?

Eine kurzweilige Lektüre ist Michael Knoches Büchlein «Die Idee der Bibliothek und ihre Zukunft», das mir von meinem Bürokollegen geschenkt worden ist.

Das bei J.B. Metzler erschienene und von Fotis Jannidis (et al.) herausgegebene Buch «Digital Humanities. Eine Einführung» bietet einen breiten Überblick in die verschiedenen Bereiche dieses Feldes.

Zürich, Oktober 2019

Mitglieder Mitglied im Fokus (Portrait)

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