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Begeistert von der Next Library Conference in Aarhus (Juni 2017)

20. Juli 2017 ·

Im vergangenen Jahr habe ich die britische UXLibs als bisher beste Konferenz gelobt (vgl. Bericht in Info WBS Nr. 8). Zur UXLibs III konnte ich leider nicht fahren und habe deshalb keinen direkten Vergleich. Trotzdem möchte ich nach der Next Library 2017 die Rangliste anpassen oder zumindest zwei erste Preise vergeben.

Welcome to Denmark!

Next Library ist eine Konferenz für öffentliche Bibliotheken, an der ich ganz unverhofft teilnehmen konnte. Nach ihrem Library Science Talk in Zürich erwähnte die Referentin Sidsel Bech-Petersen beiläufig, zum längst komplett ausgebuchten „Festival“ hätte sich nur eine Person aus der Schweiz angemeldet, die aber leider wieder absagen musste. Dieser Platz würde wieder vergeben, aber nur an jemanden aus der Schweiz.
Ich meldete mein Interesse an, fand kurzfristig eine zahlbare Flugverbindung und eine Unterkunft, reiste als Schweizerin aus dem wissenschaftlichen Bibliothekswesen als doppelte Exotin nach Dänemark und bereute es keine Sekunde!

Obwohl die Konferenz bereits zum 10. Mal seit 2001 stattfand (zu Beginn unter anderem Namen, vgl. Next Library Archive), ist sie im deutschsprachigen Raum bisher wenig bis gar nicht bekannt. Um so grösser waren trotz mehrheitlich kühlem und regnerischem Wetter die Begeisterungsfaktoren:

    • die Stadt Aarhus, Kulturhauptstadt 2017 mit dem Motto „Let’s rethink!“
    • der Veranstaltungsort Dokk1: einer der 1000 Orte, die man als Bibliotheksmensch im Leben einmal besucht haben sollte
Ein Beispiel für Kreativitätsmethoden: in scheinbar unsinnigen Dingen einen Sinn zu erkennen
    • die spannende Mischung aus 350 Teilnehmenden aus 36 Ländern, die meisten davon aus Skandinavien und Übersee
    • die enorm herzlichen Gastgeberinnen und Gastgeber (die Dänen allgemein und die Dokk 1-Crew im Speziellen)
    • die interaktiven Veranstaltungsformate wie Ignite Talks (ähnlich wie, aber kürzer als Pecha Kucha) mit anschliessender Gelegenheit für individuelle Gespräche mit den Referentinnen und Referenten an kleinen Stehtischen, die Creativity Sessions mit Christian Byrge, Professor an der Universität Aalborg, oder die Keynote der niederländischen Prinzessin Laurentien (hier im Interview), die diese kurzerhand in einen Workshop mit dem Publikum verwandelte
  • die Keynote von J. Philipp Schmidt vom MIT Media Lab (hier im Interview) über die MIT Hacks als zentrale Lernerfahrungen für die daran Beteiligten und über Hacking als Theorie der Innovation und des Lernens, die Ungehorsam gegenüber herrschenden Autoritäten und Regeln voraussetzt, um das bisher ungedachte Neue zu ermöglichen.

Mitgenommen habe ich vieles, das sich sehr gut auch im wissenschaftlichen Bibliothekskontext nutzen lässt, darunter:

Innovationskarten aus dem Workshop „Design thinking: ready for change?“
    • die Idee der Bibliothek als Ort der Entspannung aus dem Workshop „Library as a retreat space“ mit Meditationsübungen in der physischen Bibliothek oder mit Roboter Norma
    • interessante Formen der Nutzungsmessung in Bibliotheksgebäuden wie Live-Tracking oder Aufmerksamkeitslandkarten (vgl. Projekt Measure the Future) sowie die Use Case Vorlage aus dem „Smart Libraries„-Workshop
    • die Innovationskarten aus dem Workshop „Design thinking: ready for change?„
    • eine Fülle von praktischen Workshopmethoden von der Vorstellungsrunde mittels Buch-, Film- oder Songtiteln über diverse Eisbrecher, Mixer und Energizer bis zu verschiedensten Kreativitätsmethoden, z.B. diejenige, in scheinbar unsinnigen Dingen einen Sinn zu erkennen
    • Online-Tools wie Mentimeter oder Quizizz
    • neue Technologien wie der Libry Scout Scotty oder Roboter Norma
    • den Mut, auch selbst Neues auszuprobieren, wie zum ersten Mal eine Videobotschaft aufzunehmen
  • so viele neue Kontakte wie noch nie
Begegnung mit Norma

Mehr zur Konferenz ist auf Twitter zu finden unter #nextlibrary2017. Wer den Next Library Spirit selber erfahren möchte, hat 2018 vom 12. bis 15. September an der Satellitenkonferenz in Berlin Gelegenheit dazu.

Marianne Ingold, ehemalige Präsidentin der IG WBS, Vizedirektorin UB Bern

Juli 2017

Technologie und Innovation Next Library Conference

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