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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Wie kommt Neues in die Welt?

23. März 2015 ·

Info WBS IG WBS 3, März 2015
Anne-Katharina Weilenmann (ihre Website biblink.ch)

„KnowledgeLab, das Informationszentrum am Handgelenk: KnowledgeLab hat sich zum Ziel gesetzt, jede beliebige Information zu jeder Tages- und Nachtzeit nach irgendwo zu vermitteln. Ein Kleinstcomputer, federleicht, tragbar am Handgelenk, ist ständig online mit dem Callcenter der Informationsvermittlungsstelle verbunden. Ein Spracherkennungssystem sorgt für hohe Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit. Der Kunde, auf dem Rückflug einer Geschäftsreise, kann nun also seine dringenden Anliegen mündlich formulieren, diese werden sofort ans Callcenter weitergeleitet, wo die entsprechenden Informationen herausgesucht und aufbereitet werden. Je nach Wunsch werden die Dokumente direkt auf den Computer am Handgelenk oder an den Arbeitsplatz des Kunden geliefert.“ ((Weilenmann, A.: Digitale Auskunft. In: Information macht Bildung : 2. Gemeinsamer Kongress der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V. (BDB) und der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. (DGI), Leipzig, 23.-26. März 2004 / hrsg. von Georg Ruppelt und Gabriele Beger. Wiesbaden : Dinges & Frick, 2004. S. 317-322.))

Anne-Katharina Weilenmann
Anne-Katharina Weilenmann

Meine Vision der Bibliothek von morgen? Zumindest hegte ich bereits 2004 solche kühnen Vorstellungen eines Informationszentrums, das allen Wünschen und Ansprüchen potentieller Kundinnen und Kunden gerecht werden kann.

Early Adopter in Sachen WWW

Doch nun einen Schritt zurück zu den Anfängen meiner Bibliothekslaufbahn, zurück ins Jahr 1989. In der Ausbildung öffnete sich mir, der angehenden Bibliothekarin, die ganze Bandbreite bibliothekarischer Tätigkeiten und Anforderungen. Mit jedem Buch entfalteten sich unbekannte Sichtweisen auf neuen Seiten, inspirierend, Neugierde weckend, ja, manchmal fast rätselhaft…

Wie aus dem Nichts tauchte ca. 1994 eine neue Wortschöpfung in der Bibliothekswelt auf: Internet, das „Wunderding“, DIE Lösung für alle Probleme und Fragen. Aber was steckt eigentlich hinter den Begriffen „Internet“, „Telnet“, „Gopher“ oder „WWW“? Mich begann diese Technologie sofort zu faszinieren, ich realisierte, dass man sich damit die ganze Welt ins Wohnzimmer bzw. in die Bibliothek holen kann, dass unerschöpfliche Schätze in den Tiefen des Internets schlummern. Mein Entschluss war gefasst: Einrichten einer öffentlich zugänglichen Internetstation in der Bibliothek. Heute eine Selbstverständlichkeit, war dies 1996(!) für eine Kantonsbibliothek ein Novum, was sich dann leider nicht verwirklichen liess; damit kam bei mir auch die erste Ernüchterung auf, dass in Bibliotheken oft die Haltung vorherrscht, lieber einen Schritt rückwärts zu gehen, als einen Schritt in die Zukunft zu wagen…
Meine Begeisterung für das Internet drückte ich mehr und mehr auf privater Ebene aus, so stellte ich bereits 1996 meine Website zu fachspezifischer Internetrecherche online.

Zu viel Bürokratie

Ein Abstecher in die Privatwirtschaft lag nahe; bei Huber Infoaccess (Buchhandlung Huber und Lang) war ich als Kundenberaterin für elektronische Produkte tätig. Dort entwickelte ich in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband „Bibliotheken und Bibliothekarinnen/Bibliothekare der Schweiz“ (BBS) ((Bibliothek Information Schweiz (BIS): http://www.bis.ch)) das Kurswesen; damit war der Grundstein gelegt für das heute bestehende Weiterbildungsprogramm des Berufsverbands. Die Kurstätigkeit integrierte ich von den Anfängen an, im Jahr 2000, als freiberuflichen Teil in meine Arbeit.

Meine 1999 im Kaderkurs für Diplombibliothekarinnen und Diplombibliothekare erworbenen Kenntnisse konnte ich anschliessend in der Schweizerischen Nationalbibliothek einbringen. Das Neben- und Miteinander von Personalführung und fachlicher Führung ergänzte sich dort in idealer Weise. Meine letzte Station in der Bibliothekswelt war fast ausschliesslich gezeichnet von organisatorischem Übermass, was mich denn auch ziemlich rasch dazu bewog, meine Selbständigkeit weiter auszubauen. Wenn der Kundengedanke durch Bürokratie und leere Verwaltungsabläufe allzu stark an den Rand gedrängt wird, ist dies für die Zukunft unserer Profession keineswegs förderlich.

Weiter-Kommen, Weiter-Gehen

Meine Neugierde und das ungebrochene Interesse, die Entwicklung des „Informationsuniversums“ mitzugestalten, motivierten mich stets, kleinere und grössere Aus- und Weiterbildungen zu absolvieren. Weiterbildung bedeutet für mich ein Weiter-Kommen, ein Weiter-Gehen als die anderen, ein Vorausdenken. „Wie kommt Neues in die Welt?“ – eine Frage, die mich stets begleitet. Neues in die Welt setzen impliziert, über den Tellerrand zu blicken, sich von anderen inspirieren zu lassen, von anderen zu lernen, um selbst wiederum neue Ideen zu entwickeln. Damit verbinde ich auch ungewohntes, unkonventionelles Denken und den Mut, die ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Heute besteht meine Arbeit aus Kurstätigkeiten im In- und Ausland sowie an der Haute Ecole de Gestion in Genf und an der Schule für Angewandte Linguistik (SAL) in Zürich. Daneben befasse ich mich mit meinem Forschungs- und Dissertationsprojekt zur Dekonstruktion des wissenschaftlichen Artikels, was ich mit sehr viel Interesse und Leidenschaft verfolge.

Zu den Sonnenseiten meiner Selbständigkeit gehören für mich die Flexibilität, selbst entscheiden zu können, was man wo und wie erledigt, Freiräume auszugestalten, die eigenen Kernkompetenzen gewinnbringend einsetzen zu können. Als Nachteil empfinde ich z.B. das Arbeiten als „Einzelkämpferin“. Diese diversen Arbeitsformen erlauben es mir, meine Neugierde, meinen Forschungs- und Wissensdrang „auszuleben“ und so wiederum etwas zur Gestaltung des „Informationsuniversums“ beizutragen.

 

Technologie und Innovation Erfahrungsbericht, Selbständigkeit

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